Ein neuer Stern steht laut OZ-Bericht am Pleitier-Himmel von Greifswald: Dr. Douglas Fernando, AVILA-Unternehmer, zu dessen Firmengruppe das unchristliche Wohnungs- und Bauunternehmen mit dem christlichen Namen “Petruswerk” gehört. Genauso wie seine Vorgänger als Großsprecher der Bau-Invest-Branche nimmt er den Mund ziemlich voll, was seine Vorhaben angeht, und fühlt sich, genau wie seine Vorgänger, als Wohltäter Greifswalds, dem man städtischerseits ziemlich entgegen kommen muß.
Und wie seine Vorgänger hat er “beste” Beziehungen in die Stadtverwaltung hinein, in diesem Falle zu Reinhard Arenskrieger. Hätte das Schweriner Stellenbesetzungsverfahren wegen der allgemeinen Vorbehalte gegen ihn nicht so lange gedauert und er wäre schon nach oben wegbefördert worden, hätte man jetzt nicht so viel Druck, die letzten für Fernando so lukrativen und für die Stadt defizitären Geschäftchen abzuschließen.
Auch über einen Parkhausbau an sensibler Stelle würde niemand sprechen, wenn nicht Fernando für seinen “Frischemarkt” (Was ist das überhaupt? Das Wort habe ich vor der Greifswalder Diskussion noch nie ernsthaft verwendet gehört…) in den A-Quartieren Parkplätze brauchte.
Wie bei den vorherigen Pleitiers rutscht die Universitäts- und Hansestadt Greifswald auf dem Bauch vor einem “Investor” herum, der gerade einmal ein Projekt (ehemaliges Reichsbahngebäude) begonnen hat, ansonsten aber viel verspricht.
Ehe hier die Filetstücke der UHGW an das pseudo-christliche Petruswerk verscheuert werden, sollte man ihn erst einmal eines seiner Projekte zu Ende führen lassen. Vielleicht hat sich bis dahin auch die gute Beziehung ins Greifswalder Rathaus nach Schwerin abgesetzt…
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*update*
Der Preis ist heiß!
Für ca. 25 €/m² soll ein Filetstück der Stadt verhökert werden. Die Bodenrichtwertkarte der Stadt lässt ca. 150 €/m² in dieser Lage zu. Welcher reale Malus liegt denn hier vor, dass ein Grundstück zu unter 20% des Nominalwertes verkauft werden soll? Zu welchen Zusatzleistungen hat sich das pseudo-christliche Petruswerk dann im Falle des Erwerbs verpflichtet?
Von der Schleuderpreisdimension und Abwicklung her drängt sich schon der Vergleich mit dem am Ende gescheiterten WVG-Anteilverkauf an die KWG-AG auf.
Es besteht nun wieder einmal die Gefahr, dass ein “Geheimpapier” am 08./09.03. in nichtöffentlicher Sitzung der Bürgerschaftsausschüsse sowohl vom Finanz- als auch vom Bauausschuss bestätigt wird. Zur endgültigen Zustimmung der Bürgerschaft wäre es dann nicht mehr weit.
schreibt Manfred Peters aus Greifswald
2. update:

Pressemitteilung: 8.3.2010
Keine Unregelmäßigkeiten bei Grundstücksverkäufen – Oberbürgermeister Dr. König widerspricht OZ-Darstellung
Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald widerspricht einer Darstellung der Ostsee-Zeitung vom 6./7. März 2010, wonach „Geheimpapiere“ existieren sollen, die dem Petruswerk angeblich exklusive Grundstücke zusichern. „Mit Empörung habe ich den Bericht in der Ostseezeitung vom 6./7. März 2010 zur Kenntnis genommen“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Arthur König. „Der Artikel mit der reißerischen Überschrift „Geheim-Papier“ erweckt wahrheitswidrig den Eindruck, dass es bei Grundstücksveräußerungen der Stadt Unregelmäßigkeiten geben würde. Das ist eindeutig falsch.“
Die Entscheidung zum Verkauf städtischer Grundstücke wird von den zuständigen Gremien der Stadt getroffen. Die Beratung der Vorlagen beginnt im Senat, geht in die Ortsteilvertretung über den Finanz, Wirtschafts- und Liegenschaftsausschuss und den Bauausschuss bis hin zum Hauptausschuss und die Bürgerschaft. Grundstücksverkäufe werden nach den gesetzlichen Regeln der Kommunalverfassung wegen schutzwürdiger Interessen der Vertragspartner der Stadt grundsätzlich in nicht öffentlicher Sitzung beraten und entschieden. Die Mitglieder der Gremien beraten und entscheiden auf der Grundlage von Beschlussvorlagen, die Ihnen rechtzeitig vor Beginn der Sitzung übermittelt werden. Diese Unterlagen liegen mehr als 50 gewählten Mitgliedern der Gremien vor. Es ist eine böswillige Unterstellung, wenn behauptet wird, es handele sich bei den Unterlagen um Geheimpapiere. Falsch ist auch die Behauptung, der Baudezernent Reinhard Arenskrieger plane ein millionenschweres Geschäft mit dem Petruswerk. Herr Arenskrieger hat den Gremien die mit dem Sanierungsträger BauBeCon, dem Stadtbauamt und dem Liegenschaftsamt abgestimmten Beschlussvorlagen zu den Kaufanträgen von Herrn Dr. Fernando zur Beratung und Entscheidung vorgelegt. Die Entscheidung über den Verkauf der Grundstücke liegt allein bei den gewählten Mitgliedern der zuständigen städtischen Gremien.
Die unter Federführung des Bausenators Reinhard Arenskrieger von den Mitarbeitern des Sanierungsträgers, des Stadtbauamtes und des Liegenschaftsamtes vorbereiteten Beschlussvorlagen zum Verkauf der in rede stehenden Grundstücke sind rechtlich zweifelsfrei und liegen im Interesse der Stadt. Die in den Vorlagen aufgeführten Kaufpreise entsprechen den Wertermittlungen des unabhängigen Gutachterausschusses. Das gilt für den Verkauf des sog. A9-Quartiers, in dem unter anderem ein Lebensmittelmarkt errichtet werden soll. Das gilt auch für den Verkauf der Grundstücke im Bereich des B-Plans 55.
Mit Herrn Dr. Fernando und seinen Unternehmen stehen leistungsfähige Investoren zur Verfügung, die wirtschaftlich in der Lage sind, diese städtebaulich, aber auch arbeitsmarktpolitisch wichtigen Investitionen in einer Größenordnung von weit über 50 Millionen Euro darzustellen.
In dem Zusammenhang erinnert Dr. Arthur König auch an die laufenden Bauarbeiten auf der Großbaustelle im Bereich der ehemaligen Reichsbahndirektion an der Anklamer Straße: „Ich spreche Herrn Dr. Fernando Dank und Anerkennung dafür aus, dass er mit der Sanierung der ehemaligen Reichsbahndirektion an der Anklamer Straße und dem Neubau von Studentenwohnungen einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung unserer Stadt leistet. Hier wird nicht nur ein städtebaulicher Missstand beseitigt. Mit dem Bau von mehr als 200 Studentenwohnungen wird auch ein wesentlicher Beitrag zur angemessenen Wohnraumversorgung für die Studenten geleistet. Mit diesen Investitionen in einer Größenordnung von mehr als 15 Mio. Euro werden aber auch wichtige Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft gesichert.“
Zugleich verwahrte sich der Oberbürgermeister dagegen, wie in dem Bericht Dr. Douglas Fernando verunglimpft wird: „Dr. Fernando ist ein für die Universitäts- und Hansestadt Greifswald wichtiger und willkommener Investor.“
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3. update:
Nordvorpommern twittert einen interessanten Vorschlag:
Wie wäre es mit der www.Nicht-das-Tafelsilber-verschleudern-Herr-Dr.Koenig.de analog: www.geld-zurueck-herr-nonnenmacher.de/ Mon 8 Mar 14:49