Ein Kommentar zum Kommentar
Reinhard Amler, Chef der Lokalzeitung, der sein Handwerk zu einer Zeit erlernte, als

Michael Steiger, Mitglied d. Bürgerschaft
über die Presse noch die Parteien und das “Presseamt beim Vorsitzenden des Ministerrats”, welches in wöchentlichen Veröffentlichungen Themen und Sprachregelungen vorgab, wachten, und die vornehmliche Aufgabe der Journalisten darin bestand, die marxistisch-leninistische Ideologie zu verbreiten, hat sich in einem Kommentar zu Wort gemeldet. Diese Ausbildung scheint nicht nur bei dem Lokalchef bleibende Spuren hinterlassen zu haben und noch heute sein Handeln zu bestimmen. Da ist denn noch die regelmäßig aus der Bürgerschaft berichtende C.M., die nicht einmal hinter verschlossenen Türen, ganz öffentlich städtische Bedienstete fragt, was sie denn nun schreiben könne.
Ganz in diesem Sinne ist auch Amlers Kommentar in der heutigen Ausgabe zu betrachten. Er unterstellt den Grünen, weil sie – wie er orakelt- sich mit dem Wahlergebnis nicht anfreunden könnten, nach der Wahl mit einer regelrechten Hasstirade gegen die CDU zu reagieren. Wahr ist wohl, dass es einige kritische Bemerkungen in Richtung CDU und Berichterstattung der Lokalzeitung gab.
Wer jedwede Form von Kritik als Hetze deklariert, bewusst Fehlinformationen streut, ist hingegen derjenige, der sich der Mittel bedient, die er anderen vorwirft.
Der Lokalchef bewegt sich mit seinem Kommentar ganz in der Tradition seiner Zeitung vor 1989. Damals wie heute werden die, welche Mißstände benennen und an der führenden Rolle einer Partei zweifeln, öffentlich gebrandmarkt und diffamiert.
Gelernt ist eben gelernt.
Nachtrag:



1. Z
Kommentar vom 9. Juni 2009 um 09:56
eine absolut korrekte sicht der dinge! dem ist wirklich nichts hinzuzufügen. der amler macht sich ja nicht mal die mühe, zu verschleiern, wes geistes kind er ist. ärmlich, ehm, amler eben …