Mindestlohn
Bündnis 90/Die Grünen sprechen sich klar für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 7,50 Euro pro Stunde aus. Wie am Donnerstag in der Thüringer Allgemeinen Zeitung berichtet wurde, sind die Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern bundesweit am stärksten von der Armut bedroht. Die Tendenz ist steigend. “Diese Entwicklung muss dringend gestoppt werden”, sagt Anne Klatt, die Direktkandidatin der Grünen des hiesigen Wahlkreises. Der Gesetzgeber müsse die Verarmung von Erwerbstätigen verhindern, damit sie nicht zur Normalität wird. “Der Preiskampf darf nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen werden.” Dazu sei nach Ansicht der Kandidatin neben dem Mindestlohn auch eine deutliche steuerliche Entlastung von geringen Einkommen nötig.
Die FDP ist jedenfalls dagegen. Zumindest in persona Hartmut Brüderle: “Mindestlöhne bleiben maximaler Unsinn, weil sie Arbeitsplätze gefährden. Durch die schwarz-rote Mindestlohnpolitik haben allein bei den privaten Postdiensten Tausende Briefzusteller ihren Arbeitsplatz verloren. Das sehen ja auch die Vernünftigen in der Union so, sie trauen sich im Moment nur nicht, das auch zu sagen”, meinte der stellvertretende Partei- und Fraktionsvorsitzende der Liberalen.




1. Oliver Wunder
Kommentar vom 22. August 2009 um 11:23
Da ist eure Forderung, Aufträge der Stadt nur an Firmen zu vergeben, die den Tariflohn zahlen, eine konsequente Maßnahme. Die SPD und die Linke stehen übrigens auch für einen Mindestlohn. Mit einer möglichen rot-grünen Regierung nach der Bundestagswahl würde dieser definitiv kommen.
Eine Frage hab ich aber noch. Gilt der Mindestlohn dann auch für 400€ Jobs?