Galerie verkauft zugunsten einer einmaligen Förderung? Jetzt will es wieder keiner gewesen sein!
Einem Artikel der heutigen OZ kann man entnehmen, daß die CDF-Gesellschaft eigentlich immer schon mit der Neuen Greifen-Galerie zusammenarbeiten wollte. Die Kündigung hat die beiden Galeristinnen aber trotzdem wohl schon erreicht. Begründung? Nichts Genaues weiß man nicht. Einerseits ist es der Eingangsbereich für das noch gar nicht geplante CDF-Zentrum, das in dem Konjunkturpaket-II-sanierten Haus entstehen soll; andererseits hieß es, mit der Förderung aus dem Paket ist eine Vermietung an einen “Gewerblichen” nicht vereinbar. Zweite Frage: Wer ist Hausherr und Vermieter? die UHGW? Die BauBeCon? Und damit doch wieder die Stadt? Die Miete der Galeristinnen geht, dem Hörensagen nach, an die WVG. Schönes Konstrukt!
Verstrickt in die Sache und sicherlich gut informiert sind außer dem Vorstand der CDF-Gesellschaft noch der OB, DR. Arthur König, der 2. Beigeordnete, Ulf Dembski, und, natürlich, der Bausenator, Reinhard Arenskrieger. Letzterer war es wohl, der sagte, daß die Galerie fliegen müsse, wenn die Stadt die Förderung aus dem Konjunkturpaket bekommen wolle. Eckhard Oberdörfer hat recherchiert und herausgefunden, daß dem gar nicht so ist: “Julia Hasse, Pressesprecherin des Verkehrsministers, informierte, dass es von Seiten des Landes keine Bedingungen gebe. Eine Verkaufsgalerie sei problemlos mit der Förderung vereinbar.”

Photo: webmoritz / Gabriel Kords
Wie wäre es, wenn die beteiligten Herrschaften jetzt einmal ein klärendes Wort dazu sagten? Damit man wenigstens weiß, an wen man seine Proteste wegen des Rauswurfs der Galerie schicken kann? Wofür halten wir uns teuer bezahlte Vollzeitkräfte, wenn sie abtauchen, wenn’s brenzlig wird?


