Montag, 14.9. – Renate Künast in Greifswald
Am kommenden Montag, dem 14. September, wird Renate Künast gemeinsam mit Harald Terpe und Anne Klatt in der Greifswalder Innenstadt rote Karten verteilen. Die Kandidaten der Grünen wollen damit auf die dramatische Entwicklung der Milchpreise aufmerksam machen. „Die niedrigen Preise gehen auf Kosten der Milchbauern und der Haltungsbedingungen für die Kühe“, so die grüne Direktkandidatin Anne Klatt. „Einige Familienbetriebe, die seit Generationen existieren, geben mittlerweile auf. Das kann nicht im Interesse der Gesellschaft sein und der aktuelle Preisverfall sollte daher dringend gestoppt werden.“ Von 16:30 bis 18 Uhr werden mit Unterstützung von Kuh-Attrappen die roten Karten mit den Forderungen der Grünen den Passanten mitgegeben.
Ab 18:30 Uhr wird Künast im Restaurant „Fellini“ zum „Grünen Neuen Gesellschaftsvertrag“, dem Konzept mit dem die Grünen in den Wahlkampf ziehen, Rede und Antwort stehen. Im Anschluss daran wird es bei einem „grünen S(ch)nack“ die Möglichkeit zu Gesprächen in kleiner Runde geben.
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Hintergrundinformationen
Renate Künast (Jahrgang 1955) war von 2001 bis 2005 Bundesministerin für Verbraucherschutz und Landwirtschaft und ist Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen zur Bundestagswahl 2009. Renate Künast kandidiert im Wahlkreis Berlin Tempelhof-Schöneberg und auf der Landesliste Berlin.
Dr. Harald Terpe (Jahrgang 1954) ist nicht nur gebürtiger Greifswalder, sondern sitzt auch seit 2005 für Mecklenburg-Vorpommern in der grünen Bundestagsfraktion. 2009 ist er erneut grüner Spitzenkandidat im Land und kandidiert darüberhinaus im Wahlkreis Rostock. Harald Terpe ist im Bundestag Mitglied im Gesundheitsausschuss und bearbeitet federführend den Bereich Drogen- und Suchtpolitik sowie vor allem die richtig komplizierten gesundheitspolitischen Themen.
Der Grüne Neue Gesellschaftsvertrag ist der durchaus ambitionierte Titel des Wahlprogramms, dessen Ausführlichkeit den Vorteil besitzt, dass hier nicht nur Zahlen in der Raum geworfen, sondern auch erläutert und begründet werden.
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Das also ist unser Premium-Angebot im laufenden Wahlkampf, jedenfalls was die Prominenz der Besucher anbelangt. Wer also meint, da nicht kommen zu müssen, ist im Zweifel selbst schuld.

1. Ronald
Kommentar vom 14. September 2009 um 23:38
Ihr könnt den New Green Deal so oft bewerben wie ihr wollt, dadurch wird er nicht besser. Ich bleibe bei meinem Standpunkt, dass er global gesehen realpolitischer Schwachsinn ist und von fehlendem ökonomischen Grundverständnis zeugt, dieses nicht weil ich eine stärkere wirtschaftlichhe Ausrichtung auf erneuerbare Energien nicht mittragen würde, sondern weil der Deal keine Antwort auf die globalen Krisenerscheinungen des kapitalistischen Wirtschaftssystems bietet. Es ist nicht die Aufgabe einer zukunftsfähigen Politik, 4 Millionen Arbeitsplätze zu schaffen, mit solchem Nonsens machte sich schon die SPD unglaubwürdig. Es geht darum Wege zu finden, jenen 80% Überflüssigen und aus dem kapitalistischen Prozess Ausgesonderten weltweit ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Wer die Frage nicht stellt, nicht nach Lösungen für dieses globale Problem sucht, kann im lokalen Zusammenhang nur scheitern.
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