Theater: Hebebühne bei Kultusminister Tesch

Das Theaterkonzept des Landes stand auf der Tagesordnung bei dem Treffen des Kultusministers mit den Theaterfördervereinen am vergangenen Mittwoch in Schwerin. Auch der Vorsitzende der Hebebühne, des Fördervereins des Theaters Vorpommern, nutze die Gelegenheit, mit dem Minister und seinem Staatsekretär kritisch zu diskutieren. Knapp zwei Stunden stellte sich Kultusminister Henry Tesch der Diskussion. Ihm im Gefolge waren Staatssekretär Udo Michallik sowie Abteilungsleiter Dr. Enoch Lemke und Referatsleiterin Brigitte Marbs.

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Bei allem Verständnis für den engen finanziellen Spielraum des Landes und der Kommunen betonten die Fördervereine unisono, daß Kooperationen und Fusionen in der Theaterlandschaft nicht verordnet werden können, sondern nur mit Augenmaß und Freiwilligkeit durchgeführt werden dürften. Heftiger Gegenwind wehte dem Minister von allen Fördervereinen bei der Frage der Pläne für die Orchester entgegen. So betonte Boris Kröger, der Vorsitzende der Hebebühne: „Die Mehrheit der Zuschauer von Eigenproduktionen des Theaters Vorpommern besuchen Vorstellungen, an denen das Orchester oder Teile des Orchesters beteiligt sind. Orchester sind quasi das Herz eines Theaters – wer ein Orchester eliminiert oder ungebührlich beschneidet, reißt dem Theater das Herz raus. Dann stirbt langsam aber sicher auch der Rest – wie ein Theatertod auf Raten.“
Der Minister reagierte prompt: Das Eckpunkte- und Diskussionspapier sei in erster Linie ein langfristiger Finanzplan. Das Land wolle keinen Einfluß auf den Spielplan nehmen und nicht über die Zukunft von Sparten entscheiden. Jeder umsetzbare Vorschlag, der sich an die Eckpunkte und die finanziellen Rahmenbedingungen halte, sei diskutierbar. Die Hebebühne wird sich – zusammen mit der Geschäftsführung des Theaters – weiter mit Vehemenz für den Erhalt des Mehrspartenbetriebs des Theaters Vorpommern mit einem eigenen Orchester einsetzen und dafür auch das nächste Treffen mit dem Minister nutzen, das dieser für Ende des Jahres angekündigt hat.

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