Pöbelei

Thilo Sarrazin, der im Mai zur Bundesbank gewechselt ist, ist bekannt dafür, daß er – euphemistisch formuliert – kein Blatt vor den Mund nimmt. Man könnte auch sagen, daß er herumpöbelt (“Wenn es den ALG-II-Empfängern zu kalt wird, sollen sie einen Pullover anziehen.”) Jetzt hat er sich in einem Interview zur “Hauptstadt Berlin” (in der er einmal Senator war) geäußert. In der Kulturzeitschrift «Lettre International» ist unter anderem zu lesen: “Eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat, hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel.” Es werde sich vermutlich keine Perspektive entwickeln. Das gelte auch für eine deutsche Unterschicht.

Zudem hatte er erklärt, Berlin könne niemals von Berlinern gerettet werden. Es gebe ein schlechtes Schulsystem und als “belastende Komponenten” die 68er-Tradition und den “Westberliner Schlampfaktor”.

“Die Medien sind orientiert auf die soziale Problematik, aber türkische Wärmestuben können die Stadt nicht vorantreiben.” “Nichtleistungsträgern” müsse “vermittelt” werden, dass sie “ebenso gern woanders nichts leisten können”. “Meine Vorstellung wäre, generell kein Zuzug mehr außer für Hochqualifizierte und perspektivisch keine Transferleistungen mehr für Einwanderer.”

Da helfen keine Entschuldigungen mehr…

3 Kommentare und 2 Trackbacks/Pingbacks

1. Manfred Peters

Kommentar vom 2. Oktober 2009 um 14:09

Thilo Sarrazin (* 12. Februar 1945 in Gera) ist ein deutscher Volkswirt und Politiker (SPD). Noch Fragen?
Oder doch besser hier weiter:
SPD Greifswald fordert Abkehr von der Agenda 2010
http://www.ostsee-zeitung.de/greifswald/index_artikel_komplett.phtml?param=news&id=2569668

2. Martin

Kommentar vom 9. Oktober 2009 um 18:30

Die Aussagen aus dem Zusammenhang nehmen und populistisch darstellen… jetzt auch im grünen blog greifswald…
ist die klage wegen volksverhetzung schon eingestellt worden oder fiel dem Staatsanwalt doch noch ein was Meinungsfreiheit im Sinne des GG. ist..?

3. klauspeterlast

Kommentar vom 10. Oktober 2009 um 17:09

Hallo,
wer kann denn bitte mal das vollständige Interview von
Sarrazin besorgen ?
Ich kann immerhin ein paar Auszüge weiterreichen:

„Berlin ist belastet von zwei Komponenten:
der Achtundsechziger-Tradition
und dem West-Berliner Schlampfaktor.
Es gibt auch das Problem, daß vierzig
Prozent aller Geburten in der Unterschicht
stattfi nden. Hier werden Trends
verstärkt sichtbar, die ganz Deutschland
belasten.“

„Unsere Bildungspopulation wird von
Generation zu Generation dümmer. Der
Intellekt, den Berlin braucht, muß also
importiert werden, und er wird auch
importiert werden (…).“

„Die Araber und Türken haben einen
zwei- bis dreimal höheren Anteil an
Geburten, als es ihrem Bevölkerungsteil
entspricht. Große Teile sind weder
integrationswillig noch integrationsfähig.
Die Lösung dieses Problems kann
nur heißen: kein Zuzug mehr, und wer
heiraten will, sollte dies im Ausland tun.
Ständig werden Bräute nachgeliefert:
Das türkische Mädchen hier wird mit
einem Anatolen verheiratet, der türkische
Junge hier bekommt eine Braut
aus einem anatolischen Dorf. Bei den
Arabern ist es noch schlimmer. Meine
Vorstellung wäre: generell kein Zuszug
mehr außer für Hochqualifi zierte und
perspektivisch keine Transferleistungen
mehr für Einwanderer.“

„Es ist ein Skandal, daß die Mütter der
zweiten, dritten Generation immer noch
kein Deutsch können, es allenfalls die
Kinder können, und die lernen es nicht
wirklich. Es ist ein Skandal, wenn türkische
Jungen nicht auf weibliche Lehrer
hören, weil ihre Kultur so ist. Integration
ist eine Leistung dessen, der sich integriert.
Jemanden, der nichts tut, muß
ich auch nicht anerkennen. Ich muß niemanden
anerkennen, der vom Staat lebt,
diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung
seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und
ständig neue kleine Kopftuchmädchen
produziert. Das gilt für siebzig Prozent
der türkischen und für neunzig Prozent
der arabischen Bevölkerung in Berlin.
Viele von ihnen wollen keine Integration,
sondern ihren Stiefel leben.“

„Die Türken erobern Deutschland genauso,
wie die Kosovaren das Kosovo
erobert haben: durch eine
höhere Geburtenrate.
Das würde mir gefallen,
wenn es osteuropäische
Juden
wären mit einem um
15 Prozent höheren
IQ als dem der deutschen
Bevölkerung.“

4. Greifswald - Blog - 02 Oct 2009

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