CDU macht endlich Schluß mit der Kultur in der Region!

Mehr dazu hier.

Wir alle erinnern uns noch an die groß gespuckten Töne aus dem Kommunalwahlkampf mit dem “hohen Einsatz” der CDU für das Theater. Alles erstunken und erlogen!

Die CDU zeigt wieder einmal, wes (Un-)Geistes Kind sie ist…

Theater muß sein!

Theater muß sein!

2 Kommentare

1. fleischervorstadt-blog

Kommentar vom 19. November 2009 um 11:46

So richtig konkret wurde das Thema ja hier jetzt allerdings nicht ausgeführt…

2. Ulrich Rose

Kommentar vom 19. November 2009 um 12:05

Na erstens hier

und dann dort:

Theater: CDU schmiedet Fusionspläne

Greifswald – Droht den Schauspielern, Sängern und Orchestermusikern aller Theater in Vorpommern und Ostmecklenburg ein Leben auf der A 20? Grund sind die Pläne der drei CDU-Oberbürgermeister Arthur König (Greifswald), Alexander Badrow (Stralsund), Paul Krüger (Neubrandenburg) und des CDU-Landrates Heiko Kärger (Mecklenburg-Strelitz), alle Sparten auf die Häuser in Greifswald, Stralsund, Neubrandenburg, Neustrelitz, Anklam und Putbus aufzuteilen. Doppelstrukturen sollen abgeschafft werden.
„Wegen der knappen Mittel sind wir gezwungen, Synergieeffekte zu erzeugen“, sagt Stralsunds Vize-OB Wolfgang Fröhling (CDU). Neubrandenburgs OB Krüger ergänzt: „Bestimmte Sparten werden auf bestimmte Standorte konzentriert. Gespielt wird aber in der gesamten Fläche.“ Von Stralsund bis nach Neustrelitz sind es 137 Kilometer.

Greifswalds stellvertretender OB Ulf Dembski (SPD) wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Thema äußern. Er hat wie Fröhling einen Sitz in der Gesellschafterversammlung der Theater Vorpommern GmbH.

Die könnte aber schon bald Geschichte sein. Krüger bestätigte Überlegungen, wonach die Theater in Vorpommern, Neubrandenburg und Neustrelitz komplett miteinander fusioniert werden könnten. Ob die Häuser anschließend „eine neue gemeinsame GmbH, oder eine andere Rechtsform bilden“, sei allerdings noch offen. Krüger: „Wir stehen bisher ganz am Anfang.“ Auftakt zu den Verhandlungen über eine gemeinsame Theaterzukunft zwischen Ostsee und Tollensesee war ein exklusives Treffen der Oberbürgermeister und des Landrates im Oktober. Dabei verabschiedeten König, Badrow, Krüger und Kärger eine geheime „Zielverabredung“, die der OZ vorliegt. In dem Papier betonen die vier CDU-Regenten, dass bei gleich bleibender Finanzierung des Landes „weder die vorhandenen Strukturen im Theater und Orchesterbereich, noch das vorhandene Leistungsangebot der Theater und Orchester (…) in der jetzigen Weise aufrecht zu erhalten sind“.

Kultusminister Henry Tesch (CDU) arbeitet seit längerem daran, Vorpommern und Ostmecklenburg in einen gemeinsamen Kulturraum zu verwandeln. Geben seine vier Parteifreunde nun dem internen Druck nach?

„Das sehe ich so“, sagt Rügens Landrätin Kerstin Kassner (Die Linke). „Zu dem Treffen im Oktober bin ich nicht eingeladen worden. Die Herren wollten wohl lieber unter sich bleiben“ — obwohl der Insel-Landkreis ebenso zu den Gesellschaftern der noch bestehenden Theater Vorpommern GmbH gehört.

Nach OZ-Informationen müsse über die Aufteilung der Sparten im Detail noch beraten werden, Prioritäten sollen aber schon feststehen. Danach bleibt in Stralsund das Musiktheater mit einem kleinen Orchester. Greifswald behält Schauspiel und Ballett, Neubrandenburg ein Orchester für größere Konzerte. Derzeit arbeitet der Deutsche Bühnenverein an einem Gutachten zum Zusammenschluss der Theaterstandorte. Erste Ergebnisse sollen im Januar vorliegen.

Die Partei Die Linke kritisiert den Alleingang der CDU-Männerriege. Gerhard Bartels, Linke-Fraktionschef in der Greifswalder Bürgerschaft: „Mit diesen Beratungen an den jeweiligen Stadtvertretungen und Kreistagen sowie der Öffentlichkeit vorbei, werden die simpelsten demokratischen Grundrechte ausgehebelt. Bartels warnt vor einem „drastischen Abbau von Arbeitsplätzen“ und „der Ausdünnung des Kulturangebotes“.

BENJAMIN FISCHER

*****

Nordkurier-Artikel vom 19.11.2009

Linke befürchten Ein-Sparten-Theater

Von Andreas Zecher

Greifswald. Linke Kommunalpolitiker in Vorpommern beklagen einen Alleingang der CDU-Verwaltungschefs von Greifswald, Stralsund und Neubrandenburg sowie des Landrates von Mecklenburg-Strelitz in Sachen Neuordnung der Theaterlandschaft im Nordosten. Hintergrund dafür ist ein Treffen zwischen Arthur König, Alexander Badrow, Paul Krüger und Landrat Heiko Kräger Anfang Oktober in Neubrandenburg. Dabei verabredeten sie sich eigenen bereits veröffentlichten Angaben zufolge auf ein gemeinsames Vorgehen.

Das sieht demnach vor, künftig die Zuflüsse aus dem Kommunalen Finanzausgleich (FAG) für die gesamte Region des Kulturkooperationsraumes gemeinsam zu steuern. Der umfasst die Bereiche Nordvorpommern, Rügen, Stralsund, Greifswald, Ostvorpommern, Uecker-Randow, Mecklenburg-Strelitz, Müritz, Demmin und Neubrandenburg. Weiter zeigten sich Oberbürgermeister und Landrat einig, dass Strukturveränderungen gemeinsam eingeleitet werden sollten. Als ein erster Schritt verabredeten sie, dass die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/ Neustrelitz und die Theater Vorpommern GmbH einen gemeinsamen Kooperationsvertrag mit der Vorpommerschen Landesbühne Anklam erarbeiten und möglichst ab 1. Januar 2010 gemeinsam umsetzen werden. Vorbereitet werden sollte auch eine Orchesterreform.

Offensichtlich ist das im Nachhinein erstellte Protokoll der Zusammenkunft in die Hände linker Kommunalpolitiker gekommen. Die befürchten nun, dass die Verwaltungschefs an den Bürgervertretungen der betroffenen Kommunen vorbei Nägel mit Köpfen machen wollen. In einer gestern veröffentlichen gemeinsamen Erklärung zitieren sie aus diesem Schriftstück wie folgt: „Des Weiteren soll eine Angebotsstruktur aufgebaut werden, die sich nach Kernkompetenzen der Städte Greifswald, Neubrandenburg, Neustrelitz und Stralsund richtet.“

Nach Lesart der Linken heißt das: „An den einzelnen Standorten Stralsund, Greifswald, Neubrandenburg, Neustrelitz wird die Bandbreite der theatereigenen Produktionen auf jeweils nur noch eine Sparte reduziert, diese Produktionen sollen dann aber an allen Theatern gespielt werden. Würde beispielsweise das dann einzige Orchester in Neubrandenburg angesiedelt, müsste es auch die Theater in Stralsund, Greifswald und Neustrelitz bespielen“. Nach Ansicht der Links-Fraktionen in den Bürgerschaften von Greifswald, Stralsund und Neubrandenburg, dem Kreistag von Mecklenburg-Strelitz sowie in den Stadtvertretungen von Anklam und Neustrelitz werden mit solchen „Beschlüssen die simpelsten demokratischen Grundrechte ausgehebelt“.

Es wird aber nicht nur ein Agieren an den Volksvertretungen vor bei beklagt. Auch kommunale Gesellschafter von Theaterbetrieben wie der Landkreis Rügen oder die Stadt Neustrelitz seien ja erst gar nicht zu diesem Treffen geladen worden, heißt es in der Erklärung. Die Vertreter der Linken verlangen, „dass die fachpolitischen Gremien unverzüglich in die Diskussionen einbezogen werden“. Alleingänge, wie der vermeintlich geheime „Vorstoß der vier CDU-Regenten seien da sehr kontraproduktiv“, schließt die Erklärung.

Einen Kommentar schreiben