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Heute morgen meldete sich in der OZ der 2. Beigeordnete der UHGW, Ulf Dembski, mit einem Leserbrief zu den Vorgängen um das AJZ zu Wort. Er erinnert daran, daß es damals (wir waren schon immer ein bißchen schneller als Saarländer oder Hamburger) eine Kooperation zwischen CDU und Grünen gegeben habe – die erste und einzige übrigens mit einem auch an die anderen Fraktionen geschickten Kooperationsvertrag. Keine Kungelei mit dunklen Zielen und Amtseinsetzung des 2. Beigeordneten wie jüngst zwischen SPD und CDU zum Beispiel, sondern Spiel mit offenen Karten.
U. a. führt der Senator aus: “In dem u.a. von Herrn Rose 1999 unterzeichneten Kooperationsvertrag findet sich nichts zum Erhalt des AJZ. Der Abriss eines leerstehenden Gebäudes 10 Jahre später hat nichts mit der heutigen Greifswalder Jugend- und Sozialpolitik, sondern mit den damaligen Versäumnissen zu tun.”
Die von Herrn Dembski erwähnten Versäumnisse sind und bleiben allerdings in seinem Ressort, denn, wenn es nach den Grünen und der Beschlußlage der damaligen Bürgerschaft gegangen wäre, stünde das Gebäude noch, und die Eigentumsfrage wäre zugunsten eines Weiterbestehens des AJZ geklärt worden. Es gibt dazu zwei Beschlüsse der Bürgerschaft, nachzulesen hier und hier, die die Verwaltung nicht umgesetzt hat.
Das einzige “Versäumnis” von Grüns besteht also darin, der Verwaltung nicht auf die Finger geguckt zu haben. Damals war ich noch ganz frisch in der Bürgerschaft und dachte, gefaßte Beschlüsse des Souveräns der Stadt, der Bürgerschaft, würden durch die Verwaltung umgesetzt. Das würde mir mittlerweile auch nicht mehr passieren…




1. fleischervorstadt-blog
Kommentar vom 1. Dezember 2009 um 17:47
Sehr erhellend. Habe mich über Dembskis Leserbrief heute sehr geärgert. Bitte auch an die OZ schicken, mal sehen, ob sie es veröffentlichen.