Termin: heute!
Liebe Mitglieder des Wurzelwerks,
bitte lest dieses Email und leitet sie weiter (auch über Facebook etc.), außerdem beteiligt Euch bitte wenn möglich schon bis DONNERSTAG, 3.12.09 an der ePetition beim Deutschen Bundestag. Dies würde eine öffentliche Anhörung zum Thema erzwingen. (-> Wenn das heute nicht klappen sollte, sind Unterschriften bis zum 25.12. sehr wichtig, allerdings gibt es dann keine öffentliche Anhörung.)
(Für diese Kurzfristigkeit bitte ich um Entschuldigung. Leider wurde mir jetzt erst der Termindruck durch ein Email von Steffi Lemke an meinekampagne.gruene.de bekannt.)
ePetition beim Bundestag für eine Finanztransaktionssteuer
Ein breites Bündnis hat eine ePetition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags vorgelegt.
- Wenn bis heute, den 3.12., 50.000 Unterschriften vorliegen, muss es dort eine öffentliche Anhörung geben.
Die Finanztransaktionssteuer (Weiterentwicklung der Tobinsteuer) besteuert Spekulation, stabilisiert die Finanzmärkte und bringt mindestens 100 Mrd. € für den Kampf gegen Hunger & Armut. Sie ist auch Teil des Grünen New Deal.
Macht jetzt mit! Online und Offline möglich: Online muss man sich registrieren und kann dann die Petition unterstützen.
Unterschreibt die Petition: Hier
Hier eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum Mitmachen bei der Online-Petition.
(Dies ist eine e-Mail aus dem WURZELWERK, dem Mitglieder- und Unterstützer-Netzwerk der Grünen.)



1. Ronald
Kommentar vom 4. Dezember 2009 um 17:53
Offenbar gibt es bei den grünen Freunden noch immer kein klares Problembewußtsein. Deshalb ist es wohl kaum verwunderlich, dass mensch sich hier auf ein Modell des amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers James Tobin stützt. Naturgemäß geht es ihm nicht etwa um die Frage der Überwindung der Verwertungslogik, sondern um die Stabilisierung der Finanzmärkte. Vor einigen hundert Jahren sind ähnlich gepolte Kaufleute auf den Gedanken gekommen, Zölle zu erheben, um einheimische Produzenten zu schützen und gleichzeitig dem Hoheitsanspruch kleinster Fürstentümer mehr Geltung zu verschaffen, vor einigen Jahrzehnten wurden dann plötzlich Zollunionen, Grenzöffnungen und Freihandel gefeiert. Nun fordert eine Linke, die für sich das Wort “progressiv” proklamiert, die Wiedereinführung von Schutzzöllen in Form der Tobin Steuer… Mensch könnte auf den Gedanken kommen, die Welt dreht sich falsch herum. Anstatt die Abschaffung der Nationalstaaten zu fordern, wird an die Verantwortung eben jener appelliert, anstatt sich für die Überwindung des Kapitalismus einzusetzen, werden Aktionen zu dessen Stabilisierung unterstützt, millionfach rufen hirnbefreite attac-Rezipienten nach einer Stabilisierung dessen, was sie überhaupt dazu brachte, sich zu engagieren. Dazu fällt mir eigentlich nur noch Stephan Krawczyk ein: “Die Menschen laufen falsch herum und sehen nicht die Zeichen, wir werden vor der Dämmerung die Finsternis erreichen.”