Was darf ein Vorstand der Böll-Stiftung?
Die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann nahm unlängst zur deutschen Afghanistanpolitik kritisch Stellung.
Dem Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, Ralf Fücks, war dies ein Anlass zu einem Beitrag in der Tageszeitung Die Welt, in dem er auf Grundlage seines eigenen interventionistischen Standpunktes argumentiert.
Auf den Tonfall der Angriffe gegen Käßmann und den klaren Widerspruch von Fücks’ Positionen zur Beschlusslage der Bundespartei wiederum reagierten einige Parteimitglieder auf Initiative von Peter Alberts (KV Münster) mit einem offenen Brief an Fücks. Es gibt inzwischen eine Antwort und weitere Reaktionen, nachzulesen hier.
Unabhängig vom aktuellen Anlass bricht hier auch ein Konflikt auf, der durch die Konstruktion der Stiftung und die Personalie Fücks bereits von Anfang an angelegt war.
Und da manche Leser dieses Blogs ja offenbar ohne Anleitung nicht zurecht kommen, gibts die auch noch: Dies ist eine Information über einen aktuellen Konflikt innerhalb der Bundespartei Bündnis 90/Die Grünen. Eine sachliche Diskussion ist wie immer erwünscht.



1. Ralf Henze
Kommentar vom 9. Januar 2010 um 18:36
Danke für Eure Dokumentation.
Gruß, Ralf