Jetzt haben wir den Salat: Laufzeitverlängerung! *update*
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Die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Bärbel Höhn, hat massiven Widerstand gegen von Atomkraftwerken angekündigt. “Eine Laufzeitverlängerung würde alte Gräben wieder aufreißen, wo es einen gesellschaftlichen Ausgleich gab”, sagte Höhn der “Rheinischen Post” (Samstagausgabe). “Da wird es eine Menge Widerstand geben.”

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Wäre Angela doch so ruhig geblieben, wie sie es in ihrem Steuersenkungsdiskussionsversteck die ganze Zeit war! Dem Handelsblatt sagte sie: “Wir werden die Verlängerung der Laufzeiten umsetzen, und zwar als Teil des geplanten energiepolitischen Gesamtkonzepts, das ja von der deutschen Industrie auch immer wieder angemahnt worden ist.”
Damit müssen wir ein neues und viel intensiveres Augenmerk auf die Vorgänge im “Zwischenlager” Lubmin richten! Die CDU ist dafür bekannt, daß sie licht-, diskussions- und öffentlichkeitsscheu ist; wenn dort in Lubmin etwas passiert, dann heimlich, ohne Diskussion, an allen vorbei. Also: Aufgepaßt!
Dazu eine PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:
15. Januar 2010
Atomstrom heißt im Dunkeln frieren
Zum anstehenden Treffen der Energiewirtschaft mit der Bundesregierung und zu den Stromausfällen in Frankreich erklärt Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft:
Die Stromausfälle in Frankreich zeigen das völlige Versagen des angeblich versorgungssicheren Atomkraft-Konzeptes. Um die energetische Unabhängigkeit zu sichern, setzt Frankreich schon seit Jahrzehnten auf Atomkraft und Elektroheizungen: Ein völliger Reinfall, wie sich jetzt zeigt.
Für Deutschland muss das eine Warnung sein. Eine Laufzeitverlängerung von Atommeilern sichert keinesfalls die Energieversorgung des Landes und schadet zudem massiv der wirtschaftlichen Entfaltung neuer Wettbewerber.
Sowohl Frankreich als auch Deutschland müssen, stärker in erneuerbare Energien und Energieeinsparung zu investieren, anstatt auf verlängerte Laufzeiten der überalterten Atomkraftwerke zu setzen. Doch Frau Merkel macht sich durch ihre Entscheidung, die Laufzeiten zu verlängern, zur Erfüllungsgehilfin der Atomwirtschaft.
Gebetsmühlenartig hat die Atomwirtschaft in den vergangenen Jahren behauptet, dass bei einem Atomausstieg in Deutschland die Lichter ausgingen und dass Deutschland dann Atomstrom aus Frankreich beziehen müsste. Jetzt wird aber klar: Wer auf Atomstrom setzt, sitzt frierend im Dunkeln.
(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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1. lupe
Kommentar vom 15. Januar 2010 um 17:57
“Augenmerk auf die Vorgänge im “Zwischenlager” Lubmin richten”
Das ist absolut wichtig, weil es nach meiner Erfahrung sinnlos ist, auf journalistische Ergebnisse in der OZ zu warten. Das kann dort niemand.