Der Druck wächst *update* **update**
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich offen (was für die Partei, der sie angehört, ungewöhnlich ist) für die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken ausgesprochen und damit für die Aufhebung des Konsenses zum Ausstieg aus der Atomkraft. In Asse wird ein “Endlager” für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll geräumt – jahrzehntelange Schlamperei, Heimlichtuerei, Vertuschung und Gefälligkeit gegenüber der Atomindustrie kommen jetzt zutage. Ob es in dem alternativen “Endlager” Schacht Konrad besser aussieht, weiß niemand.
Es wird Zeit, daß wir wieder das thematisieren, was nach wie vor aktuell ist, und was trotz aller Ablenkungen durch Regierungsbeteiligung, Yuppifizierung, MV-Strukturschwäche und anderen Ablenkungen immer noch Kernthema bei Grüns ist (oder sein sollte): Der Kampf gegen die Atomkraft, die uns auf unabsehbare und unkontrollierbare Zeit mit nicht behandelbarem Atommüll versorgt; den Kampf gegen die Atomlobby, die für das Wohl ihres eigenen Geldsäckels unendlich vielen Generationen ein nicht lösbares Problem überhilft; Kampf für eine umwelt- und klimaschonende Energieerzeugung (einschließlich des Gedankens, daß die umweltschonendste Energieerzeugung die Vermeidung ihres Verbrauchs ist); Kampf für eine globale Lösung des “Energiehungers”; Kampf für eine lokale Lösung für das Noch-”Zwischenlager” Lubmin.
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Und es geht weiter mit der Desinformation seitens der Bundesregierung. Leute, gebt bloß Obacht!
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Asse-Müll soll vorerst oberirdisch zwischengelagert werden
Das BfS und das Bundesumweltministerium wollen die radioaktiven Abfälle aus der Asse herausholen und im Schacht Konrad neu einlagern. Laut Planfeststellungsbeschluss dürfen in dem ehemalige Erzbergwerk in Salzgitter 303.000 Kubikmeter Atommüll gelagert werden. Davon sind dem BfS zufolge jedoch bereits 275.000 Tonnen für Abfälle aus anderen Zwischenlagern verplant. Aus der Asse müssten zusätzlich bis zu 100.000 Tonnen radioaktives Material geborgen werden. Wie lange ein neues Genehmigungsverfahren für eine Ausweitung der Einlagerungsmengen im Schacht Konrad dauert, ist laut König nicht abzusehen. Vorerst müssten die Altlasten der Asse oberirdisch zwischengelagert werden.




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