Statistisch belegt: Konservative sind weniger intelligent

Wie die Süddeutsche Zeitung meldet, sind die Wahlentscheidungen der letzten Jahre auch auf unserer kommunalen Ebene durch den Intelligenzquotienten der Mehrheitswähler bestimmt.

“Welche politische Einstellung Menschen haben, lässt sich auch an ihrem Intelligenz-Quotienten ablesen – jedenfalls im Durchschnitt. In einer amerikanischen Langzeit-Studie mit 15.000 Teilnehmern haben junge Leute, die sich als “sehr konservativ” bezeichnen, im Schnitt einen IQ von 95 – fünf Punkte unter dem Durchschnitt. Ihre Altersgenossen, die sich als “sehr liberal” (im amerikanischen Verständnis des Wortes, also nach hiesigem Verständnis progressiv) bekennen, kommen auf 106 IQ-Punkte. [...]
Der Psychologe Ian Deary von der Universität Edinburgh hat den Unterschied in einer Studie 2008 beziffert. Die Grünen-Wähler in der Stichprobe hatten als Kinder einen mittleren IQ von 108, Anhänger der Konservativen 104 und Labour-Unterstützer 103. Nichtwähler und Anhänger einer rechtsextremen Partei lagen jeweils unter 100.”

Eigentlich war uns allen das immer schon klar, aber manchmal müssen Selbstverständlichkeiten durch Wissenschaftler geäußert werden, um Gültigkeit zu erhalten:

“Diese Unterschiede [lassen sich] nicht durch Zufälle erklären”, sagt Detlef Rost, Intelligenz-Forscher an der Universität Marburg. “Um progressiv zu sein, brauchen Menschen kognitive Leistungsfähigkeit. Wer immer im Bekannten bleibt, muss nicht viel überlegen.”

Damit dürfte die Mehrheitenfrage für die nächsten Jahre geklärt sein…

3 Kommentare und 1 Trackback/Pingback

1. Ronald

Kommentar vom 27. Februar 2010 um 17:10

Wenn ich den Artikel weiterlese “Unter den befragten Amerikanern hatten die ‘überhaupt nicht religiösen’ einen IQ von 103 und die ‘sehr religiösen’ einen IQ von 97.” und dies dann auf die Grünen projiziere zeigt sich die Relativität solcher scheinbar absoluten “Erkenntnisse”.
Die Aussagekraft empirischer Studien reduziert sich immer auf die Subjektivität der Wahrnehmung, impliziert die Fixierung und Substitution der Voraussetzungen und verdeckt die Kausalität zwischen Ursache und Wirkung, was Detlef Rost hier in einer ziemlich bonierten Art verkennt. Ich will sein Urteil grundsätzlich gar nicht in Frage stellen, aber lässt es sich nicht aus der Studie herleiten, da es natürlich auch ganz andere Beweggründe für ein entsprechendes Wahlververhalten geben kann.
In völlig unreflektierter Selbstverständlichkeit dient die Rezeption amerikanischer Wahlkampfshows beim amerikanischen Wähler als intellektuelle Legitimation liberaler/grüner Herrschaftsmodelle und im Tenor dieses Blogs am besten auch noch zur Rechtfertigung neoliberaler Politikkonzepte wie dem “Green New Deal”. Selbst wenn ich meine Kritik auf die Linkspartei-konforme Kritik Altvaters herunterbrechen würde, käme ich doch im Ergebnis diese Studie auf die Idee, dass die Grünen wohl selbst nicht ganz an die verkürzte Kapitalismuskritik glauben, die sie damit verzapft haben und die sie jetzt zu rechtfertigen suchen. Wer es nötig hat, die eigene herrschaftsaffirmative Politik respektive die unreflektierte Demokratiegläubigkeit, die eigene Theoriefeindlichkeit, die mangelnde Systemkritik und alles verpackt ins kleinbürgerliche Mäntelchen einer scheinbaren Partizipation an einem Herrschaftskonstrukt, welches angeblich Ausdruck des Willens des Souveräns ist, der selbstverständlich ungefragt eine ihn beherrschende Elite benötigt, durch empirische Studien zu legitimieren, erscheint jedenfalls irgendwie unglaubwürdig.

2. Ulrich Rose

Kommentar vom 27. Februar 2010 um 17:51

Man könnte das Ganze aber auch einfach als Antwort auf die Jongleurskünste und Zahlenspielereien unserer Wirtschaftsweisen verstehen…

3. Ronald

Kommentar vom 27. Februar 2010 um 18:36

Darin bezieht sich sich die CDU ja auf den Liberalen Matschke und den kann man m.E. ohnehin nicht mehr ernst nehmen, nachdem er seinen Studenten die Vorteile von öffentlichen Haushaltskonsolidierungen mittels Finanzderivaten schmackhaft machen wollte.

4. Greifswald - Blog - 27 Feb 2010

Pingback vom 27. Februar 2010 um 21:14

[...] Statistisch belegt: Konservative sind weniger intelligent … [...]

Einen Kommentar schreiben