Namensdebatte auf der Zielgeraden *update* **update**
In der heutigen OZ erschien folgende Anzeige mit der einen oder anderen bekannten UnterzeichnerIn:
Gleichzeitig bezog Jost Aé eine Position in derselben Ausgabe der OZ und argumentiert dialektisch:
“Nicht nur der Senat, auch wir Greifswalder stehen in der Pflicht. Die Arndtdebatte bietet uns allen die Chance, unser Arndtbild zu hinterfragen, zu überdenken und, wenn notwendig, zu korrigieren. Das können und müssen wir uns zumuten. Arndt selbst hat zeitlebens darauf Wert gelegt, ein homo politicus, ein politischer Mensch zu sein und entsprechend zu handeln. Dies forderte er auch von seinen Zeitgenossen und hoffte es für spätere Generationen. Seine Forderung zu erfüllen, heißt heute nicht, seine Ziele zu teilen, sondern die Zeichen unserer Zeit zu verstehen. So paradox es auch klingen mag: In Anbetracht unserer Verantwortung für das schlimmste Erbe unserer Geschichte, das er mitprägte, würden wir auch dann noch in seinem Sinne handeln, wenn wir zu dem Schluss kämen, dass es nun Zeit ist, ihn von seinem Patronat für unsere Universität zu entbinden. Könnten wir Arndt besser gerecht werden?”
Sebastian Jabbusch schließlich ruft zur Abschlußdemonstration für eine “Uni ohne Arndt” auf.

Bild: Uni ohne Arndt
Also: Am 17. März geht es ins Ziel!
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update:
Im Fleischervorstadt-Blog findet sich ein längerer Gastbeitrag, der folgendermaßen endet:
NAMENSABLEGUNG IST GRUNDLAGE FÜR ZUKUNFTSGEWANDTE IDENTIFIKATION
Behält sie ihn, wird der Hund auch in Zukunft immer wieder mit der Kette rasseln und die Zähne fletschen, jedenfalls so lange, wie politisch motivierte und gestaltungswillige Studierende die hiesige Universität besuchen und stutzig werden, warum nur eine deutschnationale Burschenschaft seine Geburts- und Todestage feiert.
Entscheidet sich der Senat mittels einer Zweidrittelmehrheit aber dafür den Namen abzulegen und den kernlos gewordenen Mythos Arndt damit zu begraben, kann er damit eine Grundlage zukunftszugewandter Identifikation mit der Universität und ihrer Forschung und Lehre schaffen. Sogar einen neuen Namen könnte sich die Universität dann geben – müsste es aber nicht.
Selbst konservative Geister dürften doch eigentlich damit zufrieden sein, wenn die Universität den Namen behielte, den sie 486 Jahre lang trug: Universität Greifswald.
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2. Update:
Hier findet sich sogar einmal ein Gedicht von Arndt.




1. Lars
Kommentar vom 13. März 2010 um 18:37
Interessant, dass da vor allem “Dr. meds” unterschrieben haben… Nicht ein Dr. phil dabei…
Ich vermute der Herr Reide (übrigens HNO-Arzt) hat einfach seine Freunde angeschrieben…
Naja… jeder wie er mag. Inhaltlich finde ich den Beitrag komplett überflüssig.