Gorleben
So. Nun wird es also einen Gorleben-Untersuchungsausschuß geben. Wohl mit der Fragestellung, ob dort gutachterliche Untersuchungen durch politischen Willen zu ihren Ergebnissen kamen.
Dazu fiele mir spontan ein:
1. Das Sperrwerk in Wieck (Versuch geglückt)
2. Das Steinkohlekraftwerk in Lubmin (Versuch gescheitert, obwohl sich ein paar Ewig Gestrige noch immer daran klammern)
3. Das Technische Rathaus in Greifswald (bei dem es aber, im Gegensatz zu den vorherigen Projekten, keine Beratung oder Untersuchung gab, sondern nur die Behauptung des zukünftigen Rechnungshof-Vizes, daß es billiger sei, als die gegenwärtige dezentrale Unterbringung – den Nachweis blieb er schuldig. Trotzdem tanzte die CDU nach dieser Pfeife.)
4. Die Greifswalder Stadthalle – die von den Mietern der WVG bezahlte zweimalige Wahlhilfe für den jetzigen Oberbürgermeister Dr. Arthur König. In diesem Falle wurde das Projekt im Vorfeld politisch-gutachterlich so klein gerechnet, daß es für den städtischen Haushalt quasi kostenneutral sein sollte. Jetzt erkennt die Stadt so langsam, wie teuer sie die zweimalige Wahl ihres OB kommt. Gutachter hatten es allerdings bereits vorher schon gesagt.
Das ist das, was mir spontan zur politischen Lenkung von gutachterlicher Tätigkeit einfällt. Wenn man sich anstrengt, kommt da bestimmt auch noch mehr – z. B. in Hinsicht auf den B-Plan 55 (Hafenstraße), die Stralsunder 10, die Grimmer 2, …
Rede: Sylvia Kotting-Uhl
Siehe auch hier.


