Bahnhofsvorplatz

Die UHGW hat dankenswerterweise die Planung für den Bahnhofsvorplatz ins Netz gestellt.

(Anklicken zum Vergrößern oder gleich das PDF laden (3MB))

Für mich ergeben sich einige Fragen:

1. Wer glaubt im Ernst daran, daß der gemeine Autofahrer, wenn er “nur mal eben” jemand wegbringen möchte, dort bleibt, wo die Kurzparkplätze sind (dann müßte er ja seinen Allerwertesten bewegen, und das tut der Standard-Autofahrer höchst ungern!), und nicht “mal eben” dorthin fährt, wo seine Taxi-Auto-Kollegen stehen?

2. Warum sind hunderte von Quadratmetern versiegelt, damit Autofahrer ihr Blech/Plastik-Gemisch in der Gegend herumstehen lassen können (links vom neuen ZOB), während weit und breit nichts von einer ausreichenden Fahrradabstellmöglichkeit zu sehen ist? Meint jemand, daß die paar Stellplätze, die schon eingerichtet sind und hier außerhalb des Planungsrandes liegen, ausreichen? Notabene: Auf der anderen Bahnhofseite ist nochmals dieselbe Fläche wie vor dem Bahnhof, städtegestalterisch hübsch, für das unbesorgte Stehenlassen von Blech/Plastik eingerichtet. Und das in der selbsternannten Fahrradhauptstadt!

3. Wofür ist die riesige Fläche direkt vor dem Eingang – die normale Greifswalder Stadtplanung sähe doch hier einen dieser pflegeaufwendigen Brunnen (Rubenowplatz, Fischmarkt) vor. Der fehlt hier. Dafür der Taxen-Korso. Und der Rest? Aufmarschplatz? (Die Frage sei angesichts der von und zu Merkelschen Sprachfestlegung in Hinsicht auf die Benennung der Verteidigung unserer Freiheit am Hindukusch erlaubt…)

8 Kommentare und 1 Trackback/Pingback

1. Martin

Kommentar vom 29. April 2010 um 19:06

der Beitrag kling als ob der Wahn langsam anmarschiert…
Allerdings werden die bereits vorhandenen Fahradstellplätze dadurch auch nicht besser ausgelastet…
Weiterhin wird das Benehmen des gemeinen Fahradritters auch durch Hassgesänge auf Autos nicht besser…

Vielleicht erkennen Sie auch irgendwann, dass WIR Menschen uns nunmal in der Masse nicht vernünftig benehmen…
Dabei spielt es keine Rolle wie wir uns fortbewegen…
Dann werden Sie auch sehen, dass der Bedarf an Radstellplätzen nicht zunehmen wird nur weil die Bushaltestelle auf die andere Strassenseite wechselt…

dont´t worry …

2. Robert

Kommentar vom 30. April 2010 um 10:00

Eine Bekannte aus meinem Umfeld macht mich auf ein Problem aufmerksam, dass mir als Mann nicht bewusst war. Sie berichtete mir davon, dass Sie sehr ungern über den Wall in die Innenstadt läuft.

Bei der jetzigen Planung mit der Erweiterung des Walls durch die geplante Parkanlage wird dieses Problem noch dramatischer. Der Weg durch den Wall wird beim Verbleib der jetzigen Planung noch länger.

Zur Vergewisserung habe ich mich daraufhin mit weiteren Frauen unterhalten. Sie teilten mir mit, dass Sie sich ebenfalls sehr ungern über den Wall in die Innenstadt laufen. Sie benutzen deshalb in der Nacht nur die Bahnhofsstraße oder den Karl-Marx-Platz.

Anbei noch die folgende Meldung:

http://www.abendblatt.de/hamburg/polizeimeldungen/article1417847/16-Jaehriger-gesteht-sexuelle-Uebergriffe-auf-Frauen.html

Tschau Robert

3. fbm

Kommentar vom 1. Mai 2010 um 01:13

schön, dass die stadt den plan online stellt.

schade, dass der plan so komplex und schwierig zu erkennen ist, dass man kaum damit zurecht kommt. ich fahre wirklich oft dort lang, aber dennoch reichen meine ortskenntnisse nicht aus, um sie ausreichend mit dem plan in einklang bringen zu können.

ich habe heute übrigens mal gezählt, wie viele freie radständer in der überdachten anlage zu findenwaren: es waren 6 oder 7. man hätte also sein fahrrad noch dort anschließen können, aber es wäre dann auch langsam knapp geworden.

ich verstehe aber die kritik in punkt 2 nicht. dem plan entnehme ich, dass knapp 300 neue fahrradstellplätze vorgesehen sind.
was punkt 1 anbelangt, bin ich mir auch nicht sicher. wenn ich mal kurz jemanden zum bahnhof fahre, dann stelle ich mich jetzt auch nicht zu den taxis, sondern an die bahnhofstraße stadfteinwärts beim parkautomaten. bin ich dabei tatsächlich ‘ne ausnahme?

4. Robert

Kommentar vom 2. Mai 2010 um 12:48

Lieber fbm

Wenn Du auf den Link http://www.greifswald.de/fileadmin/eigene-dateien/cf21997947/Verkehrsplanung/Plan_ZOB_Bf-vorplatz.pdf gehst, kannst Du den Plan als pdf laden.

Robert

5. fbm

Kommentar vom 2. Mai 2010 um 17:36

ich hatte schon den pdf-plan angesehn, fand ihn aber dennoch schwer zu “lesen”. da scheinen sich verschiedene zeit- unnd informationsebenen zu überlagern, der maßstab wird nur als zahlenverhältnis angegeben, die texturen sind sehr kleinlich und eng.

mir erscheint es so, als sei das eher eine karte für experten und weniger für laien.

trotzdem danke, für den hinweis ;) .

6. Kay Karpinsky

Kommentar vom 3. Mai 2010 um 09:46

Planungkarten können auf eine gewisse Komplexität nicht verzichten, allerdings ist es wohl richtig, dass die Darstellung hier nicht optimal ist. Zur allerersten Orientierung fehlt auch der grundsätzliche Hinweis, dass die Karte nch Nordosten ausgerichtet ist und damit vom gewohnten Muster in diesem Punkt abweicht. Und natürlich fehlen Vergleichskarten mit status quo und status ante ferroviae paralleliam.

7. Robert

Kommentar vom 5. Mai 2010 um 12:04

Staus Quo Bahnhof

Laut dem Artikel „Neuer Busbahnhof für Greifswald“ (http://www.ostsee-zeitung.de/ozdigital/archiv.phtml?param=news&id=2760303) beginnen die Arbeiten am Bahnhof bereits im Juli. Als Vertreter der Orteilvertretung – Innenstadt bin ich sehr überrascht, wie weit das Projekt ohne jegliche Bürgerbeteiligung fortgeschritten ist.

Bereits bei der letzten Sitzung der OTV-Innenstadt am 21.04.2010 teilte die stellvertretende Leiterin des Tiefbau- und Grünflächenamtes, Frau Hanke den Vertretern der Orteilvertretung mit, dass die Planung abgeschlossen sei.

Bei der Vorstellung der Planung würde durch Frau Hanke z.B. darauf hingewiesen, dass die Achse Bahnhof-ZOB insbesondere für Behinderte gestärkt werden sollte. Nach der Sitzung der OTV-Innenstadt machte mich aber Klaus Heiden von den Freien Wähler der Hansestadt Greifswald darauf aufmerksam, dass Toiletten für Behinderte beim ZOB fehlen.

Auf der gleichen Sitzung würde ebenfalls der „Wegweiser für Menschen mit Behinderung“ mit dem Folgenden Inhalt beschlossen:

„Lange Wege sind nicht nur für gehbehinderte Menschen ein Problem, auch ältere Mitbürger oder Kinder brauchen eine Verschnaufpause und einen Platz zum ausruhen. Das Tiefbauamt unterhält und pflegt ca. 200 transportable Bänke . Der Erhalt des Bestandes ist unbedingt erforderlich und unter Einbeziehung des Projektes der ABSmbH und der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Stadt“ auszubauen.
Viele Greifswalder Bürger, Bürger aus dem Umland und Touristen kommen an der Klosterruine Eldena, am Nexö-Platz bzw. am Hafen in die Stadt. Hier sollten öffentliche Toilettenanlagen geschaffen werden. Ebenso besteht in Schönwalde Bedarf an einer öffentlichen Toilette.

8. Bahnhofsgelände wird umgestaltet | webMoritz.de

Pingback vom 5. Mai 2010 um 15:22

[...] am Dienstag Unterschriften für dieses Vorhaben. Dr. Ulrich Rose vom Kreisverband der Grünen äußerte zudem generelle Kritik an den Planungen für den Bahnhof, insbesondere an denen für den Vorplatz. Dort werde zu viel [...]

9. Ulrich Rose

Kommentar vom 6. Mai 2010 um 11:00

Eine interessante Variante bringt daburna in seinem Blog.

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