Die AG “Technisches Rathaus”
Bei der gestrigen gemeinsamen Sitzung des Bau- und des Finanzausschusses schlug Axel Hochschild die Wiederaufnahme der Tätigkeit der AG “Technisches Rathaus” vor.
Diese AG hat (während einer kurzen Zeit war ich auch Mitglied) folgende Standorte geprüft:
- Ehemaliges Reichsbahngebäude Anklamer Straße (jetzt im Besitz des Petruswerks)
- Preußische Kaserne am Nexöplatz (jetzt mit Polizei und Landesarchiv gefüllt)
- Kasernen Beimlerstraße (jetzt alle verkauft und saniert)
- Bürogebäude Loeffler- Ecke Steinbeckerstraße (jetzt teilweise abgerissen, da vernachlässigt und eingestürzt)
- Boddenhus (war da mal was?)
- Gebäude Spiegelsdorfer Wende, zur Miete / Pacht / Leasing von Vario
- Bebelschule, Haus II, ergänzt durch das Gebäude Lutherstraße 10
- TZV, Haus A
- Neubau eines Technischen Rathauses in den A-Quartieren
- Neubau eines Technischen Rathauses auf der Ryck-Nordseite
Nach den mir vorliegenden Protokollen ist die AG “Technisches Rathaus” letztmalig zu ihrer 18. Beratung am 10. August 2005 zusammengekommen.
Die Kosten lagen zwischen knapp 2 Mio Euro (TZV, Haus A) und 3 Mio (Umbau Hufelandhaus) plus diverser Nebenkosten, so daß es immer um eine Summe von etwa 4 Mio Euro ging, die aufzubringen war. Das ist in etwa der Investitionsrahmen, in dem sich die Diskussion bewegte – Projekte, bei denen die Umbaukosten über 4 Mio Euro hinausgingen, werden gleich aus der Betrachtung genommen.
Der Umbau des Hauses A auf dem Gelände des TZV wurde nur deswegen nicht vorgenommen, weil die Umgebung Mitarbeitenden und Besuchenden nicht zuzumuten sei, wie es hieß.
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2006 zog dann Arenskrieger unter Beifall der CDU-Fraktion die Post aus dem Hut…
Die AG “Technisches Rathaus” wurde nicht mehr einberufen – warum, dürfte allen klar sein: Wenn nur über Projekte gesprochen wurde, deren Kosten bei ca. 4 Mio Euro lagen, war der Umbau der Post mit (damals) 6 Mio Euro jenseits von Gut und Böse. Bei der Steigerung auf 8,5 Mio Euro rollen sich die ersten Fußnägel auf, bei jetzt 14 Mio kann man nur schreiend davonlaufen (oder Vize-Chef des Landesrechnungshofes werden).
Es haben alle gewußt, daß bei Kosten von mehr als 4 Mio Euro die Sache unwirtschaftlicher ist als die gegenwärtige dezentrale Unterbringung der Verwaltung. Ari und Silberlocke und ihre CDU haben’s trotzdem zu Lasten des städtischen Haushalts und letztlich aller Greifswalder BürgerInnen durchgepeitscht.
Aber jede Stadt hat die Bürgerschaftsmehrheit und den Oberbürgermeister, den oder die sie gewählt hat, auch wenn es jetzt teuer wird. Und mit Schlußrechnung der Stadthalle wird es für die Mieter der WVG nochmals teuer…





