Heimlichtuende Hinterzimmerpolitik

Die “Lobby” der TheaterzuschauerInnen, der Theaterförderverein “Hebebühne” e. V., beruft sich auf 16.000 gegen das Schweriner Kulturkooperationsraumkonzept gesammelte Unterschriften und fordert ein sofortiges Ende der Planungen für eine noch weiterreichende Fusion: ein einziges Theater für ganz Vorpommern.
Sorgen macht sich die Hebebühne vor allem wegen des Schweigens der Gesellschafter. Kündigungen der Geschäftsführer, Fusionsplanungen – alles hinter verschlossenen Türen, im dunkeln Kämmerchen, mit einem Wort: heimlichtuende Hinterzimmerpolitik unter Ausschluß der Öffentlichkeit.
Kündigung der Haustarifverträge und Kündigung von MitarbeiterInnen des Theaters sind wegen dieser Sechs in Informationspolitik für u. a. den hiesigen OB Dr. Arthur König durchaus möglich; eine Spekulation darüber angebracht und berechtigt. Die Geheimniskrämerei der Gesellschafter bringt immer mehr Unruhe in die Sache. Die Hebebühne fordert die Gesellschafter dazu auf, endlich Tacheles zu reden, vor allem aber, u. a. folgende Punkte zu beachten:

• Prämisse aller Maßnahmen muss die Erhaltung der künstlerischen Qualität und Angebotsvielfalt und deren personeller Basis sein.
• Ein möglicher durch den Konzentrationsprozess bedingter Personalabbau muss ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen.

Konstruktiv fordert die Hebebühne:

• Das touristische Potential des Theaters muss konsequent und professionell erschlossen werden.
• Die Geschäftsführung ist schnellstmöglich mit einem erfahrenen künstlerischen Leiter zu besetzen. Die kaufmännische Leitung muss ein Betriebswirt innehaben. Alle anderen insbesondere Leitungspositionen sind mit erfahrenen Profis zu besetzen.

Die Presseerklärung schließt mit einem Zitat von Bundesbruder Johannes: “Die Theater- und Orchesterkultur ist nicht die Sahne auf dem Kuchen, sondern die Hefe im Teig. Wer das nicht versteht, bekommt am Ende die falschen Backwaren.“

Die komplette Pressemitteilung hier.

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