Roß und Reiter traben weiter – im Dunklen!
Kleine Episode aus der gerade vergangenen öffentlichen Sitzung des Untersuchungsausschusses zu den Vorgängen beim Umbau der Post zum Technischen Rathaus. Erinnert sei daran, daß es diesem bürgerschaftlichen Gremium darum geht (gehen sollte, laut Auftrag), die Vorgänge in der Verwaltung aufzuklären, die dazu führten, daß das Rathaus nicht mehr sechs Millionen, wie die Bürgerschaft beschlossen hat, sondern (vor abschließender Rechnungslegung!) knapp 14 Millionen kostet.
Unterschriftsfälschung bei der BauBeCon. Der OB versucht, durch eine Strafanzeige gegen diese sämtliche Verantwortung von sich und seiner Verwaltung wegzuschieben. Der von der Bürgerschaft eingesetzte UA soll aber nicht die Verhältnisse bei der BauBeCon klären, sondern die in der Stadtverwaltung.
Diejenigen, die die Auszahlungen aufgrund des zunächst nicht vorhandenen und später gefälschten Vertrages von Verwaltungsseite als sachlich richtig gezeichnet haben, sind bekannt, konnten aber wegen des Schutzes der Persönlichkeit in öffentlicher Sitzung nicht genannt werden.
Daraufhin stellten Grüns einen Geschäftsordnungsantrag auf Herstellung der Nichtöffentlichkeit.
Mit der Mehrheit der CDU wurde der Antrag bei Enthaltung (!) beider aufklärerischer SPD-Ausschußmitglieder knapp abgelehnt.
Braucht es noch mehr Nachweise, um zu wissen, wer vom städtischen Filz profitiert?



1. Gregor Kochhan
Kommentar vom 15. Juli 2010 um 09:59
Und noch eine Episode am Rande:
Ein Verwaltungsmitarbeiter bemerkte, er sei von OB König zur “Betreuung” des Ausschusses beauftragt. Klingt doch gut, oder?