Aufwendungen für den Autoverkehr
In Ihrer Serie “Stadtverwaltung für Dummies” brachte die OZ heute eine ganze Seite über die Kosten des Autoverkehrs.
Im Artikel “Bauarbeiten sorgen bis Ende August für Staus” wird die Sanierung der Fahrbahndecke der Koitenhäger Landstraße genannt, allerdings ohne die Kosten.
Im selben Artikel heißt es, daß für die abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen der Straßendecken (nicht der Radwege, sondern nur derer für den Autoverkehr) insgesamt 1,2 Mio Euro ausgegeben wurden.
Im Artikel “Großprojekte sind beendet” werden die Ortsumgehung und die Bahnparallele inklusive Unterführung am Bahnhof und Sanierung der Bahnhofstraße genannt – ebenfalls, ohne den Kostenanteil für die UHGW zu erwähnen.
Unmittelbar am Start steht die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit massenhaft Parkplätzen für Autofahrer und Zufahrt für Taxen, jedoch ohne Fahrradstellplätze. Kosten: nicht beziffert.
Im Artikel “Mehr Parkplätze für Anwohner” wird ausgeführt, daß wegen der vielen Autos, die zum Neuen Campus der Universität fahren, mehr Parkplätze für Anwohner geschaffen werden müssen. Kosten: nicht genannt.
Nicht thematisiert ist das Parkhaus, das die GPG für Fernando im sensiblen Bereich der Innenstadt plant, am Schießwall. Demzufolge können die Kosten für die GPG, 100prozentige Stadttochter, Schattenhaushalt, nicht genannt werden. Im Aufsichtsrat: Axel Hochschild.
Ganz nebenbei werden auch die Diagonalquerung der Europakreuzung und die neu eigerichteten Fahrradstraßen erwähnt. Dazu gehört die Überschrift: “Mehr Radwege für 44 Prozent Radler“. Die Kosten für die Diagonalquerung wurden ja schon von dem Spitzenlobbyisten der Blechritter, Axel Hochschild, als zu hoch moniert; die Kosten für die Einrichtung einer Fahrradstraße Mühlentor/Mühlenstraße sind nicht genannt.
Summa Summarum:
1,2 Mio Euro Erneuerung der Fahrbahndecken für Autofahrer
x,x Mio Euro Erneuerung der Fahrbahndecke Koitenhäger Landstraße
xx,xx Mio Euro Ortsumgehung, städtischer Anteil
xx,xx Mio Euro Bahnparallele, städtischer Anteil
x,x Mio Euro Sanierung Bahnhofstraße
xx,xx Mio Euro Umgestaltung Bahnhofsvorplatz
x,x Mio Euro Parkplätze rund um den neuen Campus
xx,xx Mio Euro Parkhaus am Schießwall
180 T Euro Umgestaltung Europakreuzung, Anteil Autoverkehr
***
120 T Euro Umgestaltung Europakreuzung, Anteil Radverkehr (Diagonalquerung)
x,x Mio Euro Fahrradstraße Mühlentor/Mühlenstraße
Es handelt sich nicht um eine Komplettübersicht dessen, was die UHGW für die Blechritter ausgibt, sondern nur um die Auswertung einer Seite OZ an einem Tag!
Ich glaube, daß sich die immer kleiner werdende Anzahl von Blechrittern nicht darüber beschweren muß, daß zu wenig Kohle, die man anderwärts wesentlich sinnvoller unterbringen könnte, ihnen in den allerwertesten Auspuff geschoben wird.
Perspektive muß sein, daß mit diesem Wahnsinn Schluß ist!
Übrigens zeigt der Artikel die Methode der Blechritter und ihrer Lobbyisten: Während beträge wie 120 T Euro für die Diagonalquerung und, beispielsweise, die Quersubventionierung von 1,5 Mio Euro durch die Stadtwerke für den Busverkehr beziffert, hinausposaunt und von allen, Axel Hochschild voran, als zu hoch beschrieen werden, verstecken sich die um ein Hundertfaches höheren Kosten für die Schäden, die die Blechritter anrichten, unbezifferbar im Haushalt, werden daher von niemandem kritisiert und auch nicht zu den vergleichsweise lächerlichen Beträgen, die die Stadt für Radfahrer ausgibt, ins Verhältnis gesetzt.
Bis zur Fahrradhauptstadt ist es noch ein weiter Weg…



1. Martin
Kommentar vom 22. Juli 2010 um 12:11
Herr Rose,
sie wollen einfach nicht verstehen, dass das öffentliche Leben in grossem Maß vom Strassenverkehr abhängt, oder?
Fragen sie mal wie Lebensmittel aus den Produktionsstätten gelangen…
Wie kommen die Waren in die Handelshäuser…
Wie wird die Post befördert…
Warum wird ein Krankenwagen als solcher bezeichnet…
Warum kann die Polizei so schnell vor Ort sein…
Was kann man retten wenn die Feuerwehr sich beeilt…
Warum gibt es Busse…
Kann man doch alles prima mit Fahrrädern machen, oder..?
Wenn nicht ist ein Vergleich zwischen den Kosten für den Strassenverkehr und denen für Radler ähnlich sinnvoll wie der berühmte zwischen Äpfeln und Birnen…
Nach all diesen Gedanken ist mir alles klar…
Herr Rose hat Recht! ALLES BÖSE BLECHRITTER