Wie war das mit dem kleinen Finger und dem ganzen Arm? *update*
Die OZ meldet heute:
Ralf Güldner, Chef des Atomforums und Manager beim Stromkonzern Eon, erklärte: „Lasst die Anlagen so lange laufen, wie sie sicher sind und ihren Beitrag liefern.“ Wenigstens eine Laufzeitverlängerung von „15 Jahren plus X“ wünschten sich die vier großen AKW-Betreiber Eon, RWE, Vattenfall und EnBW. Die Haltung der Bundesregierung in dieser Frage steht noch nicht fest. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat sich eher für acht Jahre, Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) dagegen für eine noch längere Laufzeit der deutschen Atommeiler ausgesprochen. Bis Ende August wollen sich beide auf ein Energiekonzept verständigen, das bis 2050 den Weg zu einer vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien ebnen soll. Die Kernkraft wird dabei als „Brückentechnologie“ betrachtet, bis der Übergang zu den Regenerativen bewältigt ist.
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Während Baden-Württemberg, Bayern und Hessen für längere Laufzeiten votieren, lehnen andere Länder diese vehement ab. Der FDP-Fraktionschef im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki, wandte sich strikt gegen längere Laufzeiten. Auch dürfe der Bund keine Regelung ohne Beteiligung der Länder treffen, sagte er.
REINHARD ZWEIGLER
Update
Und Campact tut was dagegen:

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1. Marco W.
Kommentar vom 30. Juli 2010 um 13:51
„Lasst die Anlagen so lange laufen, wie sie sicher sind und ihren Beitrag liefern.“
Ja klar und aus Sicht der Atomkonzerne ist ein Kernkraftwerk dann unsterblich. Immerhin haben die Stromriesen damit unmissverständlich ihr wahres Gesicht gezeigt. Es geht nicht darum, die Menschen einer Region zuverlässig und sicher mit Strom zu versorgen, sondern um den größtmöglichen Profit raus zu schlagen. Im Physikunterricht habe ich seinerzeit gehört, dass ein Kernkraftwerk in der Regel nicht länger als 20 Jahre laufen sollte und dann ersetzt werden muss. Selbst jedes Kohlekraftwerk wird nach zwei bis drei Jahrzehnten ersetzt, weil der Verschleiß viel zu hoch ist.
Doch hier soll fleißig auf Verschleiß gefahren werden, bis es nicht mehr geht. Anstatt dass Stromriesen Forschungsprojekte für erneuerbare Energien fördern oder die Kernfusionstechnologie weiter entwickeln lassen, möchte man immer weiter die Atomkraftwerke laufen lassen. Ist ja logisch, denn das Fördern von neuen Technologien kostet Geld. Und das will man ja nicht ausgeben. Da setzt man lieber das Leben der im Umfeld eines AKW lebenden Menschen aufs Spiel, indem man hinter morschen Beton Uran frisch und fröhlich strahlen lässt. Als Eon-Chef habe ich natürlich eine soziale Ader und gebe von meinen Milliarden, die ich durch das morsche KKW verdient habe dann im Rahmen einer pompösen Spendengala eine Halbe Million einer Stiftung für an Leukämie erkrankte Kinder und wasche somit mein Gewissen rein.