Kanzlerinnen(ein)knicks
„Wenn Wissenschaft nicht weiterhilft, schlägt die Stunde der Ideologen. Kanzlerin Merkel knickt vor der Atomlobby ein und zieht den Ausstieg aus dem Atomausstieg durch, ohne sich um wissenschaftliche Erkenntnisse oder die Meinung der Bevölkerung zu scheren. Das von der Bundesregierung beauftragte Energiegutachten liefert jedenfalls keine belastbaren Begründungen für längere Laufzeiten der Atommeiler. Die vereinbarte Fördersumme für erneuerbare Energien ist ein Placebo- Effekt, da die echten Herausforderungen, wie zum Beispiel bei der Gebäudedämmung und dem Netzausbau, damit nicht zu erreichen sind.
Dabei schreiben die Gutachter der Kanzlerin durchaus sinnvolle Tipps zur Energiepolitik ins Stammbuch: Schärfere Standards bei Wärmedämmung und Heizung in Gebäuden sowie starke finanzielle Anreize für alle, die ihre Wohnungen energetisch sanieren wollen. Damit ließe sich wirklich das Klima schützen und die Energiekosten senken.
Die jetzt von der Koalition beschlossene Laufzeitverlängerung bremst dagegen die erneuerbaren Energien aus und sorgt für einen wachsenden Atommüllberg.“
(NABU-Präsident Olaf Tschimpke)
Mehr ist zu diesem Thema eigentlich nicht zu sagen.
Gleichzeitig ruft der Nabu mit vielen anderen, auch den Grünen, zur Anti-Atomkraft-Demo in Berlin auf.

Allerdings befürchte ich, daß gegen Dummheit, Stolz und Käuflichkeit noch kein Kräutlein gewachsen ist! Man kann es hier vor Ort in Greifswald ebenfalls bemerken…
Mehr hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier.



1. lupe
Kommentar vom 7. September 2010 um 13:36
“Kanzlerin Merkel knickt vor der Atomlobby ein”
Das ist falsch. Sie ist deren und anderer Marionette, kann also nicht einknicken, nicht klein beigeben. Bestes Beispiel war die Konferenzschaltung zwischen selbsternannter Revolutionärin Merkel und Energiebonzen am Sonntag, als die Laufzeitverlängerung abgestimmt wurde. Dort hing sie nicht nur bildlich an der Strippe jener, die im Staat etwas zu bestimmen haben.