Für alle Liskows (Jungmänner) und Hochschilds dieser Welt:
Ich glaube, man sollte den Populisten, die nach dem guten, alten Linken-Schema argumentieren (“So lange noch ein Jagdflugzeug am Himmel fliegt und ein Panzer am Boden fährt, fordere ich…”), in Greifswald allerdings bei der CDU sind, vielleicht einmal sagen, daß man ihre Taktik, die letzten inaktiven CDU-Wähler hinter dem Ofen durch Stammtischgerede hervorzuholen, damit sie bei den nächsten Wahlen nicht nochmals acht Sitze verliert und in die Bedeutungslosigkeit verschwindet, erkannt hat. Haltloses Gerede über die Diagonalquerung mag zwar ein Lockstoff für besagtes CDU-Klientel sein, mehr aber auch nicht.
Dies zeigt eine Darstellung des “Projekts Diagonalquerung“, die zwar versteckt, aber nach Hinweis durchaus auffindbar ist, wenn man greifswald.de bemüht.
Den Populisten, denen 8 Mio Euro Baukostensteigerung beim Umbau der Post zum Technischen Rathaus vertretbar, aber 0,185 Mio Euro für eine vernünftige Verkehrslösung Verschwendung scheinen, seien hier noch einmal (man muß Geduld mit ihnen haben!) ihre Argumente mit Amtshilfe zerpflückt:
Warum für eine funktionierende Kreuzung Geld verschwenden?
Die Kreuzung funktioniert nur aus Autofahrersicht zufriedenstellend – für Fußgänger und Radfahrer nicht
Der Wegfall der zweiten Linksabbiegespur im Hansaring führt zu Staus!
Nein, denn die verbleibende Spur erhält entsprechend längere Grünzeit (Gutachten liegt vor, aktuelle Verkehrszählung auch)
Die Diagonalquerung führt zu Unfällen!
Seit 15 Jahren kein Unfall bei illegalem Queren! …aber Unfälle zwischen Radfahrern und rechtsabbiegenden Kfz, die durch die Diagonalquerung reduziert werden. Ausreichende Abstände und gute Sichtbeziehungen zwischen Kfz und Radfahrern sind das Wichtigste und hier gegeben. Alle für die Verkehrssicherheit zuständigen Behörden haben dieser Lösung zugestimmt.
Die Diagonalquerung wird kaum genutzt werden, die Hauptradströme fließen über die Anklamer Straße!
Die Anklamer Straße ist und bleibt ein Problem in der gemeinsamen Nutzung aller Verkehrsteilnehmer – hier könnte die Diagonalquerung und der Ausbau der Fahrradachse Blumstraße eine gute Alternative werden.
Gemäß Zählung 2008 könnten täglich 9.000 Radfahrer die Diagonalquerung nutzen
* (die anderen Radfurten können auch weiter genutzt werden) *
Robert-Blum-Str. 4.500
Wolgaster Str. stadtauswärts 1.900
Anklamer Str. stadteinwärts 2.700
100.000 Euro für eine Minute Zeitersparnis der Radfahrer ist Geldverschwendung
Es geht nicht nur um die Diagonalquerung, sondern auch um eine neue LSA (Lichtsignalanlage; vulgo: Ampel) und eine kleinere, fußgängerfreundliche Kreuzung. Die neue LSA ist auf jeden Fall notwendig und bringt Vorteile für alle Verkehrsteilnehmer. 1 min Zeitersparnis bedeuten 50.000 Stunden weniger Wartezeit im Jahr – noch ohne Zeitersparnisse der Fußgänger und Autofahrer!



1. Thomas
Kommentar vom 8. September 2010 um 11:27
Gute Argumente! Bleibt bitte dran!
Schade nur, dass sich auch Linke und SPD querstellen! Gebt nicht auf!