Solidaritätskundgebung – Oben bleiben auch in Greifswald! *update*
Die frühere Verdi-Landeschefin Sybille Stamm berichtet (in der Welt, U. R.), sie habe neben Demonstranten gestanden, die sich an einen Zaun gekettet hatten und die ohne Vorankündigung von Polizisten zu Boden geworfen, getreten und mit Tränengas besprüht worden seien. “Das habe ich seit ’68 nicht erlebt”, sagt Stamm. “Das ist Krieg.”
Heute abend wird es um 19 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz eine Kundgebung aus Solidarität mit dem Widerstand gegen Stuttgart 21 geben. Damit schließen wir uns einer Aktion an, die bundesweit stattfindet.
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Update
Für Bündnis 90 Die Grünen werden sprechen:
Christian Prasser
Mitglied im Landesvorstand MV
Ruth Terodde
Mitglied im Kreisvorstand Greifswald-Uecker-Peene
Kay Karpinsky
Verkehrspolitischer Sprecher des Kreisverbandes
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Von der BI in OVP erreichte uns folgende E-Mail:
Liebe Mitstreiter und liebe Mitstreiterinnen,
die ersten (vorhergesagten) Unruhen entstehen wohl gerade, scheint so, und die Polizisten prügeln los. Kaltes Herz zeigt, wie es wirklich schlägt!?
Das wird sicher noch netter, wenn wir nur noch Berufssoldaten haben und das Grundgesetz geändert wurde, welches dann die Berufsarmeen im Innern des Landes erlaubt.
Wehret den Anfängen! Ist untertrieben, wir sind schon mittdendrin.
Damit die Falle nicht vollends zuschnappt, müssen wir uns als Bürger und Bürgerinnen verstärkt sehen und hören lassen.
Gewalt gegen friedliche Bürger und Bürgerinnen darf niemals ein probates Mittel werden!
Wir unterstützen den Aufruf der Greifswalder, sich heute Abend um 19 Uhr am Bahnhof zu sammeln und Solidärität mit den bewegten Bürgern und Bürgerinnen aus Stuttgart zu zeigen. Es geht ums uns Alle! Die Vorfälle gestern in Stuttgart, die haben schon eine ganz neue besondere Qualität.
Wenn das Schule macht, dann ist die Freiheit ganz dahin.
Wer Zeit hat und nicht zu weit weg wohnt, mitmachen, Präsenz zeigen!
Einigkeit macht auch die Stuttgarter und Stuttgarterinnen stärker.
Ein alter Mann hat gestern ein Augenlicht verloren durch die Polizeiattacken, das ist entsetzlich und sehr sehr traurig. Wir fühlen mit.
Chris Labouvie
Ostseebad Karlshagen
Nichts sei gesagt gegen die Polizei an sich, wo es bestimmt auch die “Guten” gibt. Aber das, was in Stuttgart geschah, das darf nicht sein!
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OBEN BLEIBEN!
Schwabenstreich in Greifswald
Solidarität für die Proteste gegen das Wahnsinnsprojekt „Stuttgart 21“
Freitag, 01. Oktober 2010, 19 Uhr
Bahnhof Greifswald
Keine Kriminalisierung friedlicher Proteste!
Für einmal „Stuttgart 21“ können wir 50-mal die Bahnstrecke über die Karniner Brücke wiederaufbauen!
Und wir hätten immer noch viel übrig für einen Ausbau der Strecke Lübeck – Stralsund!
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Bitte nehmt an der Kundgebung teil, zeigt Eure Solidarität mit dem niedergeknüppelten Widerstand und macht deutlich, daß wir lieber mehr IC-Verbindungen, besser ausgebaute Strecken, eine wiederaufgabaute Karniner Brücke haben wollen als ein milliardenschweres Repräsentationsobjekt in Stuttgart, das statt Verbesserungen nur einen neuen Engpaß schafft!
Hier der bundesweite Aufruf:
Liebe Freundinnen und Freunde,
der Protest gegen Stuttgart 21 braucht Eure Unterstützung! Der friedliche Widerstand gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 musste heute einen brutalen Polizeinsatz erleben. Bei der Räumung des Stuttgarter Schlossgartens setzte die Polizei Wasserwerfer, Schlagstöcke, Tränengas und Pfefferspray ein, um Blockaden von Demonstranten aufzulösen. Betroffen wurde auch eine seit langem angemeldete Schülerdemo. Hunderte Demonstranten wurden verletzt.
Dieser Einsatz ist nicht nur völlig überzogen, sondern er folgt auch einem offenkundigen und zynischen Kalkül: Ministerpräsident Stefan Mappus versucht, die Stuttgart 21-Gegner zu emotionalisieren, um sie anschließend möglichst kriminalisieren zu können. Wir wollen dagegen bundesweit ein Signal setzen und rufen zu bundesweiten “Schwabenstreichen” auf:
Am *1. Oktober* wollen wir Punkt 19 Uhr vor den Bahnhöfen dieses Landes gemeinsam mit einem breiten Bündnis FRIEDLICH gegen das irrsinnige Großbauprojekt protestieren. Damit unterstützen wir auch die Großdemo in Stuttgart, die morgen – wie jeden Freitag – durch die Straßen der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt ziehen wird. Stuttgart 21 geht uns alle an, denn die Milliarden, die in Stuttgart verbuddelt werden, fehlen beim Ausbau des Schienennetzes in ganz Deutschland.
Lasst uns gemeinsam ein Signal setzen: Der Widerstand gegen Stuttgart 21 geht weiter – und er bleibt friedlich.
Alle aktuellen Informationen findet Ihr auf unserer Website.
Beste Grüße
Steffi Lemke.
Hier eine Übersicht der Demos und Schwabenstreiche am 1. Oktober:
Stuttgart, 19 Uhr Schlossgarten
Aachen, 19 Uhr, Theaterplatz
Augsburg, 16 Uhr (!!), Rathausplatz
Berlin, 19 Uhr, Potsdamer Platz, Am DB-Tower
Chemnitz, vor dem Hauptbahnhof, 19 Uhr
Dessau-Roßlau, 18:55 Uhr, Hauptbahnhof
Dresden, 19 Uhr Schwabenstreich, Albertplatz
Düsseldorf, 16 Uhr Hauptbahnhof
Erfurt, 15 Uhr, Bahnhofsvorplatz Erfurt Hauptbahnhof
Frankfurt, 19 Uhr, Hauptbahnhof
Freiberg (09599), 18 Uhr, vor dem Bahnhof in Freiberg
Gelsenkirchen, 19 Uhr, Bahnhofsvorplatz, Mahnwache
Greifswald, 19 Uhr, Bahnhof
Hamburg, 18.30 Uhr, Hauptbahnhof (Ausgang Spitaler Straße)
Hannover, 19 Uhr, Bahnhofstraße, Ecke Ernst-August-Platz
Kassel, 19 Uhr, Rainer-Dierichs-Platz vor dem Kulturbahnhof/Hbf
Kiel, ab 14 Uhr, Bahnhofsvorplatz, Schweigemarsch
Leipzig, 19 Uhr, Kleiner Willy-Brandt-Platz (ggü. Hauptbahnhof)
Lörrach, 19 Uhr, Hauptbahnhof
Magdeburg, 19 Uhr, Hauptbahnhof
Mainz, 15 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz
Mannheim, 19 Uhr, vor dem Hauptbahnhof
Müllheim, 17 Uhr, Bahnhof, Mahnwache
München, 21 Uhr Marienplatz und 21.30 Uhr am Hauptbahnhof
Nürnberg, 20 Uhr, Vordereingang Hauptbahnhof
Potsdam, 16 Uhr, vor dem Hauptbahnhof
Zum Einsatz von PolizistInnen aus anderen Bundesländern gibt es eine Pressemitteilung des bündnisgrünen Landesverbands.



1. Solidaritätskundgebung für den Stuttgart21-Widerstand in Greifswald | Fleischervorstadt-Blog - Geschichten aus Greifswald - polemisch - politisch - positioniert
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