Der tägliche Grund, GRÜN zu wählen (42)

Diesmal: GRÜNE Verkehrspolitik führt zu mehr Sicherheit

Man kann es nicht auf das Wetter schieben: Die Zahl der Verkehrstoten in Mecklenburg-Vorpommern ist nicht gestiegen, weil wir so einen langen Winter hatten, oder weil der Mai zu heiß war oder sonst etwas. Die Tatsache, dass es erstens noch nie so viele Autofahrer_innen mit Punkten in Flensburg gab wie gegenwärtig, spricht eine deutliche Sprache, wie auch die Tatsache, dass Mecklenburg-Vorpommern im Ländervergleich überdurchschnittlich an den Punktesammler_innen beteiligt ist. Es sind auch nicht die schlechten Straßen – im Gegenteil: Das Geld, das in hohem Maße statt in den ÖPNV in den Straßenbau investiert wurde, führt wegen der glatteren Straßen zu höheren Geschwindigkeiten.

Die Zahl der Verkehrstoten ist in Mecklenburg-Vorpommern überdurchschnittlich gestiegen. Die grundlegende Tatsache, dass es überhaupt Verkehrstote gibt, ist schon schlimm genug – jeder, der sich irgendwo ins Auto setzt, muß damit rechnen, nicht am Ziel anzukommen. Noch schlimer ist, daß es immer mehr werden: Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr beträgt im Bundesdurchschnitt 8,5 %, hier bei uns in Mecklenburg-Vorpommern sogar 29 %. 43 Menschen pro 1 Mio. Einwohner sind im ersten Halbjahr 2011 in Mecklenburg-Vorpommern bereits gestorben; im Bundesdurchschnitt waren es 22 Tote. Und in diesen Zahlen ist natürlich das Leid derjenigen, die nicht ums Leben kamen, sondern vielleicht ihr Leben lang mit einer unfallbedingten Behinderung zu kämpfen haben, noch gar nicht enthalten.

Natürlich kann man die bundesweit über 3500 Verkehrstoten pro Jahr dadurch verhindern, dass man das Autofahren abschafft. Aber da dies nicht absehbar ist, kann man es zunehmend unnötig machen, und dafür setzt sich Bündnis 90 / Die Grünen ein, denn: Einsicht geht vor verbieten.

1. Wir werden den Nahverkehr ausbauen und verbessern, gerade im ländlichen Raum. Über einen Integralen Taktfahrplan werden Busse und Bahnen so eng miteinander verzahnt, dass es viel einfacher und zuverlässiger sein wird, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren als mit dem PKW.
2. Wir werden den Güterverkehr von der Straße auf die Bahn bringen und damit die Straßen entlasten und damit das z. B. überholbedingte Unfallrisiko minimieren.
3. Wir werden als begleitende Maßnahme die Zersiedelung stoppen – je weniger Verkehr durch die notwendigen Wege zwischen Wohnort und Versorgungszentren aufkommt, über desto weniger Tote muß man klagen.
4. Wir werden Jobs durch die Stärkungen der Erneuerbaren Energien im Lande schaffen, so dass das arbeitsbedingte Pendeln weniger wird. Selbst wenn im Moment noch durch das verzögernde Verhalten der schwarz-gelben Bundesregierung eine Firma wie Nordex Probleme bekommt und Leute entlassen muss, sind es doch perspektivisch Tausende von Arbeitsplätzen, die durch den Green New Deal entstehen und ein ständiges Fahren in benachbarte Bundesländer unnötig machen.

Wenn wir es mit diesen Maßnahmen schaffen, die Zahl der Verkehrstoten zum Sinken zu bringen, so hat es sich gelohnt!

3 Kommentare

1. Thomas

Kommentar vom 17. Oktober 2011 um 08:30

Ich sehe das Problem mit dem Straßenbau genauso.
Es wurde im Jahr 2011, für die Sanierung der von Schlaglöchern in Mitleidenschaft gezogenen Straßen 883 000 Euro ausgegeben.
Aber die Mühlenstraße und der vordere Teil des Schuhhagens, nur um 2 Beispiele zu nennen, ist für das Fahrradfahren gänzlich ungeeignet.
Da werden doch die Prioritäten falsch gesetzt.
Solange “ich” mit dem Auto über glatte Straßen in die Innenstadt fahren kann und für nur einen Euro fast auf dem Marktplatz parken kann, wird diese falsche Politik weiter gehen.
Es muss in Richtung autofreie Innenstadt gedacht werden.

Thomas

2. Thomas

Kommentar vom 17. Oktober 2011 um 08:31

Investition in den Straßenbau

3. Thomas

Kommentar vom 17. Oktober 2011 um 08:32

Straßenbau

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