Der tägliche Grund, GRÜN zu wählen (52)
Diesmal: Engagement gegen Rechts muss sich lohnen
Gestern hatten zwei Kreistagskandiaten von uns hier vorgeschlagen, den Gemeinden zur Bekämpfung von Rassismus, Nationalismus und rechter Gewalt Anreize finanzieller Natur zu verschaffen. Wie immer, wenn eine Idee in den Raum geworfen wird, die vorher noch niemand hatte, entstehen natürlich Fragezeichen.
Uns ist durchaus klar, dass es mehrere Wege geben kann und muss, das Engagement gegen Rechts anzuerkennen. Ein Zusatzkriterium für die Kreisumlage hatten wir auch deswegen erwähnt, weil die Auswirkungen hier direkt nachvollziehbar sind. Eine andere Idee ist, dass der Kreis einen Fonds für Projekte gegen Rechts einrichtet, der von den Gemeinden genutzt werden kann. Die Schwierigkeit, wie man bemisst, wer sich wie stark reinhängt, ist uns bewusst. Nur: Wenn wir jetzt nicht beginnen, solche Fragen zu diskutieren, erreichen wir noch weniger. Auf den Wettstreit der besten Ideen zum Thema sind wir jedenfalls gespannt.
Wichtig aber ist die Botschaft: Wenn Engagement gegen Rassismus, Nationalismus und rechte Gewalt wahrnehmbare Anerkennung findet, werden die Engagierten zahlreicher und die Zivilgesellschaft gewinnt. Das ist unser Ziel.




1. bigi
Kommentar vom 2. September 2011 um 16:22
Aha, das liest sich nach meinem Verständnis schon ein klein wenig anders. Die Fond-Idee halte ich schon mal für nicht schlecht. Es ist wichtig Alternativen zu rechts zu bieten! Soll heißen, dass es m.E. wesentlich sinnvoller ist, Geld in Projekte gegen rechts zu stecken, an deren Arbeiten sie man dann auch messen kann – als jemanden einen Orden an die Brust zu heften und einen warmen Händedruck zu geben. Ich will auch gar nicht so darauf rumhacken und bitte versteh mich nicht falsch – sorry, aber “muss sich lohnen” klingt für mich immer so nach – “Zeige ich ZivilCourage muss da aber was bei rumspringen, sonst guck ich doch lieber zu!”
Genau diese Denke gilt es umzukehren finde ich. Ich rede wirr, oder?