Zahl der Erwerbstätigen in MV sinkt
Das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern erfreut uns heute mit dieser Pressemitteilung:
Der Arbeitskreis Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört, veröffentlicht erste vorläufige Regionalergebnisse zur Entwicklung der Erwerbstätigkeit für das Jahr 2011. Danach sank in Mecklenburg-Vorpommern die Zahl der Erwerbstätigen um 0,8 Prozent. In den anderen Ländern kam es dagegen zu einem Zuwachs an Erwerbstätigkeit. [...]
Erwähnenswert an der Mitteilung, hier der ganze Text, ist dies:
Ausschlaggebend für den Rückgang der Erwerbstätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern war die marginale Beschäftigung, die 2011 sehr stark rückläufig war. In besonders großem Ausmaß betraf das die Arbeitsgelegenheiten.
Es ist allein schon der Begriff “marginale Beschäftigung”, der einen wütend machen kann. “Prekäre B.” träfe es sicher besser. Dass aber insbesondere der Rückgang der Arbeitsgelegenheiten (“Ein-Euro-Jobs”) für das Sinken der Erwerbsfähigkeit verantwortlich ist, beweist eigentlich nur eins: Statistiken über Arbeitlosigkeit oder Erwerbstätigkeit der Vergamngenheit (und Zukunft) sagen nichts aus, solange solche Maßnahmen der Jobcenter wie “Ein-Euro-Jobs” etc. diese verfälschen. Vielleicht nur noch einmal dies: Bei den “Ein-Euro-Jobs” handelt es nicht um Jobs, zweitens bekommen die Betroffenen keinen Lohn und drittens stehen sie nicht in einem Arbeitsverhältnis. In einer Statistik über Erwerbstätigkeit haben sie deshalb nichts zu suchen.



1. Frank
Kommentar vom 26. Januar 2012 um 18:21
Sie haben recht, Herr Kochhan, es macht wütend!
http://www.boeckler.de/38470_38492.htm