Auftakt zum Abgang

Da der für die Wissenschaft zuständige Herr Minister mal eben so nebenbei verkündet hatte, ich glaube, es war ein Nebensatz, daß die Landesregierung die Leibniz-Institute nicht finanzieren wird, und damit eine wunderbare Vorlage für diejenigen lieferte, die ihn loswerden wollen, darf er sich nicht wundern, wenn ihn nicht nur die Opposition am liebsten von hinten und als Storch Heinar verkleidet sähe, sondern nun auch in den Reihen der Koalitionäre erste Vorbereitungen beginnen, ihm den Ministersessel unter dem Allerwertesten wegzuziehen.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Finanzen der CDU-Landtagsfraktion treffen sich am 8. Februar 2012, um 13.00 Uhr, im CDU-Fraktionssaal (Schloss Schwerin) mit den Direktoren der Leibnitz-Institute in Mecklenburg-Vorpommern

verkündet die CDU über ihre Internet-Seite.

Ich wünsche den Herren Direktoren mit dem gerade so eben noch in den Landtag gerutschten Türsteher (so seine Selbstdarstellung im UA “Technisches Rathaus”) Egbert Liskow viel Spaß!

Man träumt von Zeiten, in denen diese Altherrenrunden mal richtig aufgemischt werden, allerdings nicht durch frischen Wind dieser Provenienz!

2 Kommentare

1. GaKo

Kommentar vom 7. Februar 2012 um 13:37

Etwas mehr Genauigkeit bitte! Das Bildungsministeirum hat den Leibnitz-Instituten lediglich eine zusätzliche Erhöhung ihrer Finanzierung versagt, keineswegs standt jemals zur Disposition, dass “die Landesregierung die Leibnitz-Institute nicht finanzieren wird”.

In der Sache mag die Entscheidung ja trotzdem zweifelhaft sein, aber es nützt doch nicht, hier Falsches aufzuschreiben.

2. Ulrich Rose

Kommentar vom 7. Februar 2012 um 15:24

Okay, in Kombination mit den Bundesmitteln klingt das alles aber schon wieder anders. Hätte ich von einer nicht finanzierten Erhöhung geschrieben, wäre die dramatische Situation nicht deutslich genug herausgekommen: “Das Land will offenbar zehn Millionen Euro streichen. Die Folge: Weitere vom Bund bereits zugesagte 15 Millionen Euro fließen nicht.” Man muß sich auch darum kümmern, daß man durch zu große Genauigkeit nicht die Angelegenheit unziemlich verharmlost… Der neue Intendant des Theaters Vorpommern hat nach der Sprachregelung des Theaters auch “nur” Nichtverlängerungen ausgesprochen, keine Kündigungen. Euphemismen sind auch Ausdruck von Meinung!

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