Neues von Schelsky Erben (z. B. Uli Adam)

Die OZ meldet:

/OZ/LOKAL/HGW vom 07.02.2012 18:05
Greifswalder Firma pleite: 80 Jobs weg

Greifswald (OZ) – Die Zeitarbeitsfirma Hanse Job-Service GmbH ist pleite. Die meisten Leiharbeiter der 2004 gegründeten Greifswalder Firma waren in der Vergangenheit für den Solarmodul-Hersteller Solon tätig. Durch die Insolvenz des Photovoltaik-Unternehmens Ende 2011 war der wichtigste Auftraggeber der Hanse Job-Service GmbH ausgefallen.

Wird schon an diesem kleinen Auszug deutlich, wie dieses Siemens-ml&s-AUB-Geflecht Lohndrückerei betrieb (Siemens bekam Fördermittel für die Schaffung von Arbeitsplätzen in der ehemaligen Nachrichtentechnik. Diese Anzahl von Arbeitplätzen hat Siemens niemals erreicht, sich aber mitsamt den Fördermillionen zurückgezogen. Die Ausgründung ml&s, die später für Solon arbeitete, war immer dazu bestimmt, Lohndrückerei zu betreiben und die Mutterfirma unangetastet zu lassen, wenn die ausgegründete GmbH gegen den Baum fährt. Die AUB ist von Schelsky mit Siemens-Millionen eingerichtet worden, um eine unkritische Arbeitnahmervertretung aufzubauen, die die Lohndrückerei von Siemens mit trägt), so wird in der Lokalausgabe Eckhard Oberdörfer noch ein bißchen deutlicher und detailreicher, wenn er ausführt:

Eine Fortführung des Unternehmens sei sehr schwierig, weil die Existenz faktisch an einem Unternehmen hing, erläutert Degen-Gellenbeck (der vorläufige Verwalter, U. R.).

Nur für eine Firma tätig? Zeit- und Leiharbeit als Mittel des Lohndumping!

Und dem Ganzen wird noch das i-Tüpfelchen aufgesetzt, wenn man liest:

Schelsky hatte 2004 die Hanse-Job-Service GmbH gegründet. 2007, in dem Jahr in dem er in Untersuchungshaft genommen wurde, wechselte Margrit Schuldt an die Spitze. Sie war lange in der Landesgeschäftsstelle der AUB in Greifswald tätig.

Daß die Lieblingsgaststätte der Greifswalder CDU-Fraktion auch noch mit drinhängt, ist dann nur noch ein kleines Aperçu:

Von dem Konkurs betroffen ist auch die Gaststätte „Golden Goal“ am Volksstadion. Die Hanse-Job-Service GmbH hat das Lokal gepachtet.

Schön, daß Oberdörfer auch noch einmal an den von der CDU totgeschwiegenen Kulinehmer erinnert:

Das Golden Goal war zuletzt im Zusammenhang mit der Weihnachtsfeier der Bürgerschaft 2011 in die Schlagzeilen geraten (OZ berichtete). Abgeordnete störte, dass hier Wilhelm Schelsky, Gründer der Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB), einer Scheingewerkschaft, arbeitet. Er besaß eine Reihe von Firmen und war wegen Spenden für den CDU-Bundestagsabgeordneten Ulrich Adam in die Schlagzeilen geraten.

Wann werden die Menschen begreifen, daß dieses ganze GmbH-Getrickse mit Outsourcing und allem drum und dran nicht den Arbeitnehmer_innen hilft, sondern nur den Konzernen die Taschen durch Mitnahme von Fördergeldern und Lohndrückerei füllt und Lichtgestalten wie Schelsky und Adam hervorbringt?

2 Kommentare

1. Edward

Kommentar vom 8. Februar 2012 um 19:53

ja, das Siemens-Schelsky-CDU-Geflecht ist echt zum Kotzen. Aber was ist, wenn “die Menschen” (wer ist denn das?) das begreifen? Können sie wirklich was bewirken? Dazu müsste zumindest das GmbH-Gesetz verändert werden. Um das zu ändern, müssten aber ganz andere Leute das Sagen in der Gesetzgebung haben. Und das sind bestimmt auch nicht die Grünen oder Linken. Sie haben sich als machtkorrupt erwiesen. Wer will das?

Übrigens, es heißt “dass”. seit 2002 verbindlich. Ich dachte eigentlich, es gibt nur eine Gruppe, die hartnäckig dies in ihrer Schreibe ignoriert: Die Rechten. Will Ulrich Rose zu diesen gehören?

2. Martin

Kommentar vom 9. Februar 2012 um 14:40

Wer das “dass” mit “ß” schreibt ist also ein Rechter. Das ist doch viel zu kompliziert alles mittlerweile. Rechte tragen diese Klamotten, Rechte schreiben so und Rechte bewegen sich so.

Wie wäre es wenn in Zukunft einfach die Beschuldigung ausreicht. Hat doch seit der frühen Neuzeit bereits super funktioniert dieses Prinzip. Nach der Beschuldigung dann ein paare Verhöre und schließlich ein gerechter Prozess. An dessem Ende selbstverständlich der Scheiterhaufen als gerechte Strafe verkündet wird.

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