Fiskalpakt: GRÜNER Sonder-Länderrat oder Sonder-BDK
Kay Karpinsky am 01. Juni 2012 | 33 Kommentare
Die Zustimmung Deutschlands zum europäischen Fiskalpakt erfordert bekanntlich eine Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat. Die Bundesregierung hier ist also auch auf die Zustimmung von SPD und GRÜNEN angewiesen.
Einige grüne Bundestagsabgeordnete, die grünen Europaabgeordneten aus Deutschland, aber nicht zuletzt viele Stimmen der „Basis“ haben sich in den vergangenen Tagen dafür ausgesprochen, dieses Thema auf einem Sonderparteitag (BDK) zu behandeln. Auch der Kreisverband Vorpommern-Greifswald befürwortet eine solche breitere Legitimation für eine GRÜNE Position. Es geht um jede Menge Geld und um die Frage, welche Konsequenzen aus der Krise der Finanzwirtschaft in Europa gezogen werden. Die Konzepte der Parteien unterscheiden sich dabei in wesentlichen Positionen nicht unerheblich.
Entscheidend ist dabei, von welchen Maßnahmen das auch von uns GRÜNEN unterstützte Ziel europäischer Vorgaben zur Haushaltskonsolidierung begleitet werden soll. Denn einig sind wir uns auch darin, dass Merkels Weg des einseitigen Sparens kein Ansatz zur dauerhaften Lösung der Probleme ist.
Die GRÜNEN Forderungen sind dabei im Kern:
Ein europäischer Altschuldentilgungsfonds soll eingerichtet werden, um die Krisenstaaten besser vor den Angriffen der Finanzmärkte schützen zu können, Finanziert werden soll das über eine europaweite Vermögensabgabe,
Der Fiskalpakt muss durch einen Investitionspakt ergänzt werden. Wir GRÜNE haben dabei als einzige Kraft das Ziel eines sozial-ökologischen Umbaus im Auge. Investitionen in Beton sind ein Konzept von Gestern, vielmehr muss die Förderung so eingesetzt werden, dass sie anderen wichtigen Zielen wie dem Klimaschutz dienen. Und vor allem sind auch zusätzliche Mittel für das Bildungssystem als Investitionen zu begreifen.
Eine Finanztransaktionssteuer muss ebenfalls her.
Und schließlich verlangen wir – wiederum als einzige politische Kraft – eine stärkere Einbindung des Europäischen Parlaments.
Der GRÜNE Bundesvorstand hat in einem offenen offenen Brief einen Vorschlag für das weitere Vorgehen gemacht. Demnach soll es je nach Zeitplan im Bundestag entweder Ende Juni bzw. Anfang Juli einen Sonder-Länderrat geben oder Anfang September eine Sonder-BDK.


1. G. Bieck
Kommentar vom 1. Juni 2012 um 21:57
http://www.dailymail.co.uk/news/article-2152468/Bilderberg-meeting-…
http://www.meinpolitikblog.de/bilderberg-2012-31-mai-bis-3-juni
das scheint alles uninteressant oder völlig legitim