“Glücksüchtige Gesellschaft” *Update*
Gregor Kochhan am 12. Juni 2012 | 20 Kommentare
Dass es wieder traumatisierte, zerfetzte, tote Soldaten gibt, ist in der Tat nicht oder nur schwer zu ertragen. Aber das sagte Gauck, der Präsident von grünen Gnaden, nicht, sondern: “Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen”, berichtet spiegel-online.
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*Update*
Wenn ich das richtig verstanden habe, meldet sich Philipp Mißfelder freiwillig zu Auslandseinsätzen: “Er hat recht”, sagte Mißfelder laut spiegel-online. “Wir alle müssen unsere Soldatinnen und Soldaten bei ihren schwierigen Aufgaben mehr unterstützen.”
Ich weiß ehrlich nicht, wie das Verrecken am Hindukusch akzeptabler werden soll, wenn es “in der Mitte der Gesellschaft diskutiert” wird, so wohl der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold. Warum wird im Zusammenhang mit getöteten Soldaten eigentlich immer von “Gefallenen” geredet? Wer fällt, kann wieder aufstehen…


1. G. Bieck
Kommentar vom 12. Juni 2012 um 15:50
Die letzte Sendung von Jauch machte sehr deutlich, wieviel Wertschätzung die Bundesregierung den Soldaten selbst entgegenbringt.
Ein traumatisierter Soldat, der beispw. 6 Monnate ohne Krankenversicherung war und der jahrelang gegen die deutschen bürokratischen Windmühlen läuft, die ihm anstatt zu helfen, sein Leben erschweren.
Das ist der Dank der Bundesrepublik Deutschland, wenn junge Soldaten in weiter Ferne ihr Leben für “ich weiss nicht was?” riskieren.
Mir fehlen die Worte für diese Heuchelei.
Ich hatte vorher die Sendung verlinkt.