Weniger Tote und Verletzte durch Tempo 30
Kay Karpinsky am 26. Juni 2012 | 16 Kommentare
Was tun, wenn eine interessante Meldung hereinkommt, deren Kernaussage einer Zeitungsredaktion einfach nicht gefallen will?
Die Ostseezeitung löst das heute auf folgende Weise: Das Unwichtigste wird in den Vordergrund gestellt, so dass die wichtigen Schlussfolgerungen nicht auffallen. In der Onlineversion für Nicht-Abonnierende fehlt die wesentliche Information sogar völlig.
Wer die Seite 6 der heutigen OZ-Printausgabe zur Hand nimmt, wird dort unter anderem durch die Überschrift „Unfallforscher: Frauen fahren so riskant wie Männer“ empfangen. Anlass sind Aussagen der Unfallchirurg_innen Julia Seifert und Uli Schmucker, die sich schon seit längerem Gedanken darüber machen, wie die Wahrscheinlichkeit schwerer Unfälle gemindert werden kann. Das nur mit Abo zu lesende Ergebnis:
Oberhalb von Tempo 30 steigt die Wahrscheinlichkeit, als Fußgänger tödlich verletzt zu werden, sprunghaft an“, sagt Uli Schmucker. Der 38-Jährige arbeitet an der Akademie für Unfallchirurgie in München, mehrere Jahre war er als Unfallchirurg in Greifswald tätig. Die Einführung von Tempo 30 innerorts und Tempo 80 auf der Landstraße würde die Zahl der Toten und Verletzten senken, meint Schmucker.
Genau das ist die wesentliche wissenschaftliche Erkenntnis und deswegen möchten wir das Online-Angebot der OZ gerne entsprechend ergänzen. Auch die Überschrift haben wir angepasst.


1. Frank
Kommentar vom 26. Juni 2012 um 17:28
Was soll das?
An eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h hält sich so gut wie kein Autofahrer und kontrolliert wird dies auch nicht, zumindest NOCH NIE im Ostseeviertel/Ryckseite!!!
Dem Ordnungsamt ist die Raserei, auch in Verkehrsberuhigten Zonen, doch egal!