Wie weiter mit der Bebauung des KAW-Geländes?

Ullrich BittnerPodiumsdiskussion 29. April der Fraktionen SPD und BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

Die Bürgerschaftsfraktionen von SPD und BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN laden zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Dienstag 29. April 2014, 18.30 Uhr in den Bürgerschaftssaal ein.

Auf dem Podium werden vertreten sein:

Jörg Hochheim, Senator Bauwesen und Umwelt der Universitäts- und Hansestadt Greifswald

Jürgen Sallier, Investor

Frank Embach, Vorsitzender des VGI e.V.

Carita Pech, Cima Beratung und Management GmbH

Stephan Gosch, Verkehrsplaner

Dr. Ullrich Bittner, Mitglied des Bauausschusses

Anette Riesinger, Quartiersbüro Fleischervorstadt

Die Verwaltung hat der Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt einen Bebauungsplanentwurf zur zukünftigen Bebauung des sog. KAW-Geländes am Bahnhof vorgelegt. Mit dem Bebauungsplan ist auch eine Änderung der zentralen Versorgungsbereiche für den Einzelhandel vorgesehen. Letzterer stützt sich auf das Gutachten der CIMA Beratung + Management GmbH. Mit der Änderung des zentralen Versorgungsbereiches im B-Plan-Gebiet sind Größe und Sortiment kaum noch zu steuern.

Bei ihren Einwendungen gegen den Bebauungsplanentwurf beziehen der Einzelhandelsverband Nord e. V., die IHK und der Innenstadtverein klar Stellung gegen die geplante Größe und Sortimentsgestaltung. Außerdem sehen sie das Gutachten kritisch.

Wenn die Bebauung des KAW-Geländes so wie geplant umgesetzt wird, wird das weitreichende Folgen für die Innenstadt haben. Bei 30 Millionen Euro geplanten Umsatz müssen mindestens 1.5 Millionen Kunden das Center anfahren. Umsatzverluste bei den bestehenden Einzelhandelsunternehmen sind zu befürchten.

Neben diesen wirtschaftlichen Folgen für die geplante Entwicklung des KAW-Geländes ist das Augenmerk auf die Folgen des zusätzlichen Autoverkehrs in der Bahnhofstraße zu bedenken. Dabei geht es nicht nur um die Flüssigkeit des Verkehrs, sondern auch um die durch das geplante zusätzliche Verkehrsaufkommen entstehenden Folgen für die Anwohner, wie z.B. ein erhöhter Lärmpegel und der Anstieg der Feinstaubbelastungen.

Wir wollen mit den Bürgerinnen und Bürgern die Folgen einer Ausweitung des Innenstadtbereiches, der Änderung des zentralen Versorgungsbereiches und der Etablierung eines Einkaufszentrums diskutieren, damit am 30. April 2014 in der Bürgerschaft eine sachgerechte Entscheidung getroffen werden kann.

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Stefan Fassbinder

Stefan war lange Zeit Fraktionsvorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion Greifswalds. Er ist promovierter Historiker und Vater von vier Kindern. Seit November 2015 ist er erster Grüner Oberbürgermeister Norddeutschlands, aufgestellt durch ein Bündnis von Die Linke, SPD und Piratenpartei.
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Bildquellen

  • Ullrich Bittner – Porträt: Bildrechte beim Kreisverband

7 Kommentare bei „Wie weiter mit der Bebauung des KAW-Geländes?“

  1. Wir werden es nicht zulassen , uns von den CDU-Genossen die schöne Innenstadt unserer Heimatstadt Greifswald kaputt machen zu lassen !!!!

  2. Herr Krafczyk übersieht wohl, dass sich seine Kundschaft sicher zu einem nicht unerheblichen Teil aus eben jenen CDU-Genossen zusammen setzt, die zu denen gehören die das nötige Kleingeld für seine teure Ware haben. Es ist schon fast lustig zu sehen wie die Greifswalder Krämerschaft sich verzweifelt bemüht, ihre bislang so einträglichen Pfründe zu sichern. Schöne Greifswalder Innenstadt? Wann war Herr K. denn wohl zuletzt im Westend unterwegs? Gerade weil Greifswald bislang kaum etwas Besonderes ausser ein paar historischen Häusern und dem notorischen Caspar David im PLM etwas Anziehendes zu bieten hat, wäre ein schickes und vielfältiges Einkaufszentrum eine Bereicherung für die Innenstadt. Man schaue sich mal Stralsund mit dem Quartier 17 und dem „drumherum“ an, man bummele mal in Grimmen wo nicht einmal für das Parken Geld aufgerufen wird. Die Argumente gegen das KAW Zentrum sind einfach zu durchschauen. Und wenn das Gutachten nicht die eigene Meinung widerspiegelt, dann ist es natürlich vom Investor gekauft. Aber in einer beinahe schon monopolähnlichen Situation möchte man sich Konkurrenz mit allen Mitteln vom Leibe halten. Durchaus vorstellbar, dass sich das Westend endlich belebt, wenn es in den KAW Hallen ein attraktives Angebot gibt.

  3. Na Peter, das war wohl nix.
    So ein Schwachsinn zusammenzuschreiben ist ja richtig peinlich. Die Einzelhandel(EH) Umsätze/qm in Greifswald sind nach Landesstatistik seit Jahren rückläufig, einige Großflächen sind seit Jahren defizitär. Der ständige Wechsel u.a. im Westend (Restend wäre auch richtig) kommt daher, daß nichttragende Angebote vom Amt (manchmal auch vom Lebenspartner) subventioniert werden.
    Der EH in HGW ist tot, jetzt schon. Was da ist, lebt davon sich selbst oder die Angestellten auszubeuten (unbezahlte Überstundne etc). Die Vermieter haben in den letzten 20 Jahren einen guten Schnitt gemacht und verlangen immer noch Preise, wie sie eher in größeren Städten üblich wären. Wer jetzt neu baut, will 30€/qm netto kalt, da läßt sich nicht viel sinnvoll machen.
    Was jetzt nach HGW drängt, sind die Billigheimer.
    Fakt ist, es gibt jetzt schon massiv Leerstand . Die geplanten EH Flächen im A-Quatiert wurden nicht gebaut, weil kein Händler rein wollte. selbst die Flächen am Fischmarkt sind noch nicht vergeben.
    Greifswalds Handel lebt schon jetzt vom Umland, wer was Anspruchsvolles sucht, fährt häufig jetzt schon nach HST oder HRO, manche bis B oder HH oder kauft gleich online.
    Die neuen Flächen am KAW werden den Niedergang beschleunigen. Und die neuen Lebensmittelflächen werden zu Leerstand wo anders sorgen, tolle Stadtplanung (seht Euch doch mal die leeren Kaufhallen in der Stadt an: lieber ne Pleite als Verantwortung für das Umfeld)

  4. Thomas Müller sagt: Antworten

    @ Peter Panther:Aber das Gutachten ist doch nunmal vom Investor bestellt und gekauft. Das ist doch nun einmal eine Tatsache. Ich finde ebenfalls, dass hier einiges ziemlich einfach zu durchschauen ist. Da sind Baufirmen die nach potenziellen Aufträgen gieren, da ist ein Herr Rex der durch den Verkauf des Grundstücks mehrfacher Millionär wird, da ist ein Herr Sallier über dessen buntschillernde Vergangenheit das Internet ausreichend informiert und der klare monitäre Interessen mit dem Bau des EKZ verfolgt. Kritische Einwände zur geplanten Größe des Vorhabens von Wirtschaftsministerium, IHK und Einzelhandelsverband sind dann Ihrer Meinung nach auch vom Innenstadtverein bezahlt oder wie? Die aufgezählten Behörden und Institutionen vertreten nämlich alle Gewerbetreibenden und natürlich auch die potenziell neuen in den KAW Hallen. Zur Cima läßt sich auch viel sagen. Ein Cimagutachten von 2006 von der Stadt Greifswald bezahlt und ein Gutachten von 2013 von Sallier bezahlt , aber beide mit komplett anderen Aussagen zur Einkaufssituation in der Fleischervorstadt…Belesen Sie sich mal im Internet zum Thema Cima, Gutachten und verödete Innenstädte im Osten Deutschlands. Viel Spaß bei der Gewinnung neuer Erkenntnisse. Sehr schwacher Kommentar Herr Panther oder wie auch Ihr wirklicher Name ist…

    1. Albert Gomola sagt: Antworten

      Das Quartier 17 in HST ist Innenstadt. Das KAWCenter kann man mit dem Bahnhofscenter in Stralsund vergleichen. Es steht seit Jahren leer und hat nichts mit der Innenstadt zu tun, die Entfernung zur Altstadt ist ähnlich wie in Greifswald. Die Stadtväter haben seit 25 Jahren an der Vitalisierung festgehalten, kaum jemand hat daran geglaubt. Herrn K. hier so vorzuführen, ist beleidigend und äusserst unakzeptabel.Mittelpreisniveau!Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Mund halten.

  5. Albert Gomola sagt: Antworten

    Die Greifswalder Händler als Krämerschaft zu bezeichnen! Wessen Geistes Kind sind Sie denn?Voller Neid wahrscheinlich!

  6. Albert Gomola sagt: Antworten

    Durchaus vorstellbar,dass sich Westend belebt, wenn wir endlich eine umgebaute und funktionierende Dompassage erhalten, die in der Innenstadt liegt. kennt Herr Kaiser eigentlich die „vielen“ Investoren, die die Dompassage kaufen wollten? Hat die Stadt sich mal um einen Investor ernsthaft bemüht? Herr Tenkoff? Er hat abgelehnt, weil das Hotel „AM DOM“ seine Immobilie nicht verkaufen wollte, weil der Insolvenzverwalter einen zu hohen Preis haben wollte. Und die Post hat Herr Tenkoff abgelehnt ,weil der Umbau zu aufwendig gewesen wäre. So etwas muss sich nämlich rechnen. Herr Sallier hat recht, wenn er sagt, es dauerd nur fünf Minuten Fussweg bis in die Innenstadt. wenn man dann heil über die Bahnhofstr. kommt, in die Rubenowstr. einbiegt, die schöne Wallanlage überquert, ja dann kommt man direkt bei der Dompassage raus. Was wollen die also eigentlich? Wenn noch etwas Geld übrig geblieben ist nach dem Großeinkauf!Oder man macht einen grossen Umweg, geht zum Bahnhof zurück und von da aus durch das Westend in Richtung Centrum( ca. 10 min.) Die Landschaft geniessen, frische Luft schnappen. Bewegung hält jung.Frage: Welchen Weg nehmen die meisten? Wahrscheinlich gar keinen, weil sie kein Geld mehr haben oder keine Zeit. Die Leute wollen alles konzentriert haben , gebündelt, kurze Wege. Deshalb funktionieren EKZ so gut. Merkt es denn keiner? Es geht nicht um Konkurrenz, sondern um Kaufkraftabfluss, um Umverteilung? Macht es die Kauflandschaft wirklich bunter,wenn die Konzerne, die keine Existenzängste haben müssen, sich dort ausbreiten? Alles, was da hin soll, gibt es schon massenweise. Nahversorgung ja, aber alles andere ist kontraproduktiv. Und Händler so zu diffamieren , das kann nur jemand, der keine Ahnung vom Handel hat. So einfach ist es nämlich nicht. Was ist mit der demografischen Entwicklung? Mit Internet? Darauf konnte die Cima Herrn Jesske keine Antwort geben. Das Gutachten mag ja in vielen Punkten richtig sein, aber es hat nicht alles untersucht, weil nicht in Auftrag gegeben. Wie schwer es für viele kleine Händler ist, die es sich ja angeblich so bequem gemacht haben, kann nur ein Händler verstehen. Und kein Schlaumeier. Der Einzelhandelsverband hat Tausende Mitglieder. Wie kann man ein Gutachten von kompetenten Menschen nur so arrogant negieren? Wenn Jesske aus der Dompassage auch noch herausgeht, nachdem er da so lange erfolgreich als einziger, und das ist sicher schwer genug, durchgehalten hat, dann ist die Dompassage wirklich gestorben. ( Bei einigen ist sie es ja schon.) Aber verwahrlost, mit eingeschlagenen Fenstern und Betrunkenen ist sie noch nicht.Also Stadtväter , tut was für die Innenstadt und unterstützt Eure eigenen Investoren.

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