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Immer mehr Ökokraftwerke speisen in MV grünen Strom ins Netz

Quelle Ostseezeitung

Wind, Sonne, Biomasse – erneuerbare Energien hat Mecklenburg-Vorpommern in Hülle und Fülle. Immer mehr Ökokraftwerke speisen grünen Strom ins Netz. Doch der Ausbau der Leitungen kostet Millionen. «Die Infrastruktur ist nicht mitgewachsen und das Netz für die prognostizierte Verdopplung der erneuerbaren Energien bis 2020 gar nicht ausgelegt», erklärt Thomas Pätzold, technischer Vorstand des westmecklenburgischen Energieversorgers WEMAG.

Die Firma WEMAG wird deshalb in zwei Forschungsprojekten untersuchen, wie überschüssiger Strom in MV verstetigt werden kann. Unterschucht werden soll, die Speicherung von überschüssigen Strom in einem Ring-Wall-Speicher, eine Art von Pumpspeicherwerk fürs Platte Land oder die Speicherung von überschüssigen Strom als Wasserstoff oder Methan.

Mit Druckluft Benzin sparen; Ein neuartiger Hybridmotor nutzt Druckluft.

Eine Schweizer Forschungsgruppe hat einen neuartigen Hybridmotor entwickelt. Statt einer elektrischen Batterie nutzt er einen Drucklufttank als Energiespeicher. Dieser pneumatische Hybridmotor soll nur wenig teurer als ein gewöhnlicher Benzinmotor sein. Denn er benötigt keine Batterie und keinen Elektromotor. Vielmehr treibt die gespeicherte Druckluft direkt die Kolben des Verbrennungsmotors an. Ein elektrischer Hybridmotor dagegen kostet laut Schätzungen dreimal so viel wie ein herkömmlicher Benzinmotor.
Trotz niedrigen Kosten erreicht der Druckluft-Hybrid eine Benzineinsparung von rund 30 Prozent. «In der Stadt verbraucht der Motor sogar nur halb so viel Treibstoff wie ein Benziner». Mit anderen Worten: Mit nur 20 Prozent Mehrkosten erreichen die ETH-Forscher 80 Prozent der Verbrauchsreduktion eines Elektrohybrids.
Beim Anfahren kann gespeicherte Druckluft genutzt werden, um den Motor direkt anzutreiben oder den Brennraum mit ausreichend Frischluft zu versorgen. Die von Turbomotoren bekannte Anfahrschwäche tritt daher gar nicht erst auf. Auch eine energiesparende Start-Stopp-Automatik, die das kurzzeitige Abschalten des Motors an einem Lichtsignal ermöglicht, lässt sich dank der im Drucktank gespeicherten Energie problemlos realisieren: Pneumatisch angetrieben, erreicht der Motor innerhalb einer Zehntelsekunde ausreichend hohe Drehzahlen, viel schneller also, als dies durch einen elektrischen Anlasser möglich wäre.

Quelle: NZZ Online

Steht Frau Kuder für Sparpolitik?

In der Ostseezeitung schrieb Hannes Albers aus Benz-Usedom, dass die Erfolgsbilanz von der Landrätin Barbara Syrbe nicht besonders beeindruckend ist. Laut Herrn Albers hat sie in ihrer Amtszeit keine Schulden abgetragen, sondern weitere aufgehäuft. Insgesamt stellt er fest, dass der Kreis wenig effizient und sehr miefig verwaltet wird.
Macht man sich die Mühe, dass Wahlprogramm der CDU zur Landrats- und Kreistagwahl zu lesen, existiert  zum Thema „Sparpolitik“ keine Aussage. Die Google-Recherche ergab, dass auch Frau Kuder sich zum Thema „Sparpolitik“ noch nicht geäußert hat.  Ich persönlich erwarte mehr von einer Kandidatin, die antritt, den Kreis wirtschaftlicher zu führen.

P.S. Inzwischen glaube ich, dass die „Schuldenvorwürfe“ gegen Frau Syrbe reine Wahlpolemik sind.

Wasserstoff als stationärer Energiespeicher

Das Hauptanliegen der Wasserstofftechnologie-Initiative Mecklenburg-Vorpommern e.V. ist die Förderung der Wasserstofftechnologie in unserer Region. Wie wichtig dieses Zukunftsthema ist, zeigt die kürzlich erschiene Studie „Energiespeicher im Stromversorgungssystemen mit hohem Anteil von erneubaren Energien“. Eines der Basis dieser Technologie sind unterirdische Wasserstoffspeicher. Besonders unsere Region hat Aufgrund der Geologie und der stetigen Zunahme von überschüssigem Strom aus Windenergie ideale Voraussetzung für die Einführung der Wasserstoff-Technologie. Die Studie „Wasserstoff als stationärer Energiespeicher und Industriegas“ von Ludwig-Bölkow, zeigt zum Beispiel das Potential der Wasserstofftechnologie für Schleswig-Holstein deutlich auf. Durch die stetige Fortentwicklung der Wasserstoff-Brennzelle, genannt sei hier die erste Weltumrundung eines Brennstoffzellen Fahrzeuges, zeigt zudem das Potenzial der Wasserstofftechnologie für dieses Jahrhundert. Gefragt ist jetzt die neue von der SPD geführte Landesregierung.

Effizienzsteigerung bis zu 50 Prozent durch Druckluftmotoren

Die Welt schaut gebannt auf Elektroautos, obwohl jeder weiß, dass ihr Betrieb mehr und nicht weniger C02 in die Atmosphäre bläst, als ein moderner Verbrennungsmotor bräuchte. Im Windschatten des Elektro-Hypes entwickelt die Scuderi Group einen Motor, der sparsamer und leistungsstärker ist, als jeder andere auf dem Markt. Der so genannte Split-Cycle-Motor soll auf kürzeren Strecken sogar ohne Treibstoff funktionieren und den Wagen mit reiner Druckluft vorantreiben können.

Dieser Hybrid-Motor erlaubt es, bei Strecken bis zu 100 km mit reiner Druckluft zu fahren. Bezogen auf MV bedeutet dieses, dass bei der Etablierung des Hybrid-Motors der Bedarf an Druckluft in MV steigen wird.

Funktionswese: Der Scuderi-Motor organisiert die Arbeitsteilung im Motorblock neu. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Viertakt-Motor wird in einem Verdichtungszylinder die Kompression erzeugt und in einem zweiten die Verbrennung (Arbeitszylinder) vollzogen. Dabei wird die Zündung deutlich später als gewöhnlich eingeleitet; erst hinter dem so genannten „Totpunkt“. Das so stark verdichtete Gemisch verbrennt nach Aussagen von Scuderi deutlich sauberer und effizienter als gewöhnlich. Das allein sorgt schon für bessere Verbrauchswerte, der Clou des Motors ist aber ein angeschlossener Zusatztank, in dem Druckluft gespeichert wird. Ist der Tank mit Druckluft aus den Zylindern gefüllt, kann er sie jederzeit wieder in die Zylinder abgeben und so die Kolben antreiben. „Bei einem gewöhnlichen Triebwerk hätte der Lufttank einen Druck von 40 bis 50 bar“, erklärt Lutz Deyerling, Leiter der deutschen Scuderi-Niederlassung in Frankfurt, „bei einem Turbotriebwerk wären es sogar bis zu 150 bar Luftdruck.“

Scuderi nennt dieses Motorprinzip Air-Hybrid, denn der Motor kann eben nicht nur mit Benzin betrieben werden, das herkömmlich via Direkteinspritzung verbrannt wird, sondern auch mit Luftdruck. „Wird unser Split-Cycle-Motor mit dem kompletten Air-Hybrid-Modus betrieben, haben wir eine Effizienzsteigerung bis zu 50 Prozent gegenüber einem normalen Triebwerk. Selbst ohne Air-Hybrid sind es immer noch 20 bis 25 Prozent“, so Lutz Deyerling, „wir stellen die Leistungsdaten eines 1.4 TFSI-Triebwerks nach aktuellem Stand mit gerade einmal 1,1 Litern Hubraum dar.“
Quelle: Hybrid mit Blasebalg

Raumordnungsverfahren für Energie-Speicher

Eines der zentralen Fragestellungen der Energiewirtschaft in MV ist: Wie verstetigt man in MV überschüssigen Windstrom? Das Energieunternehmen Enertrag aus der Uckermark betreibt seit kurzem das erste „Industrielle Hybrid-Kraftwerk“ der Welt. Der Clou dieses Konzeptes ist, die Erzeugung von Wasserstoff aus überschüssigen Windstrom. Der erzeugte Wasserstoff wird gespeichert und kann bei Bedarf verstromt werden. „So erreicht, laut Enertrag, das Hybrid-Kraftwerk die gleiche Prognosefähigkeit wie ein echtes Kraftwerk“. Zur Zeit speichert die Firma Enertrag den erzeugten Wasserstoff noch oberirdisch in Tanks, wobei die Firma Enertrag langfristig beabsichtigt, den erzeugten Wasserstoff, in Salzkavernen in MV zu speichern.

Wie Dr. Gottfried Timm von der SPD bereits letztes Jahr formulierte „Wenn wir neue Energien in unserem Land entwickeln wollen, müssen wir die unterirdischen Gesteinsschichten und Speicher reservieren“.  Gefordert ist jetzt die SPD.  Diese muss zur Forderung des Ausbaus der alternativen Energien die notwendigen Schritte zur Bereitstellung von unterirdischen Speichern für Wasserstoff oder Druckluft zügig einleiten. Nötig wäre ein umfassendes »unterirdisches Raumordnungsverfahren«, welches alle Speichermöglichkeiten erfasst und die sinnvollste Verwendung ermittelt.

 

Baubeginn einer Windenergie-Speicheranlage im Kreis Demmin

Mit einem symbolischen Spatenstich hat am Donnerstag bei Grapzow (Kreis Demmin) der Bau einer innovativen Speicheranlage für Windenergie begonnen. In der Anlage soll nach Angaben der Ingenieurgesellschaft «WIND-projekt» ein Teil des Windstroms als Wasserstoffgas in Tanks gespeichert und bedarfsgerecht wieder in Strom verwandelt werden.  Die Speicheranlage soll 1000 Kilowatt Leistung haben und gehört laut «WIND-projekt» zu dem mit 140 Megawatt künftig leistungsstärksten Windpark in Mecklenburg-Vorpommern.

Druckluft könnte künftig eine wichtige Rolle bei der Energieerzeugung spielen. Windkraftanlagen vor Rügen machen es möglich.

Artikel der Ostseezeitung

Der künftige Energieknoten Lubmin steht dabei im Mittelpunkt. Dort ist der Bau zweier Gaskraftwerke vorgesehen , die zur Zeit nur einen Teil ihrer Abwärme (ca. 50 Prozent) nutzen könnten. Der Rest muss im Bodden „entsorgt“ werden. In Lubmin wird die Gasleitung von Wyborg ankommen und: Vor Rügen ist der Bau großer Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapazität von 3325 Megawatt geplant. Der Strom soll über Lubmin abgeleitet werden. „Dieser Strom steht aber nicht nach Bedarf, sondern entsprechend dem Windangebot zur Verfügung“, erinnert Dr. Heymel. Das ist eines der wichtigsten Argumente dafür, dass Stromerzeugung für Industrieländer nicht auf konventionelle Kraftwerke verzichten kann, um die riesigen Bedarfsschwankungen auszugleichen. Gaskraftwerke sind dafür ideal.


„Die Elektroenergie der Windenergieanlagen kann für die Bedarfsspitzen in Druckluft gespeichert werden“, erläutert Dr. Heymel seinen Vorschlag. Die Energie für deren Erzeugung ist billig zu haben. Denn die Preise für Elektroenergie schwanken entsprechend den Gesetzen von Angebot und Nachfrage auf dem Strommarkt in Größenordnungen. Sie kostet teils nur 0,25 Cent je KWh, und zwar eben dann, wenn die nicht benötigte Windenergie, z. B. in der Nacht, anfällt. In Zeiten der Verbrauchsspitze werden die Druckluftkraftwerke zugeschaltet und arbeiten bei den dann üblichen Preisen profitabel.

Stromspeicher

Studie über Druckluftspeicher

Dr. Heymel geht von bis zu 18 Cent je kWh in der Spitzenzeit aus. „Die Druckluft könnten darüber hinaus die Stadtwerke zur Energieerzeugung nutzen“, so der Geschäftsführer. „Auch die der umliegenden Städte wie Demmin und Stralsund bis hin nach Rostock.“ Dafür müssten Druckluftfernleitungen gebaut werden. Die Gesamtinvestitionssumme liegt nach seinen Schätzungen wie beim geplanten Kohlekraftwerk bei rund zwei Milliarden Euro. „Es ist trotz grundsätzlicher Machbarkeit noch viel Entwicklungsarbeit zu leisten“, betont Dr. Heymel.

Druckluftkraftwerk 2. Generation

Quellen: Adele Konzeptp der RWE + Energiepersspektive vom IPP

Besonderen „Charme“ gewinnt seine Idee durch ökologische Effekte. Erstens werden Netzkosten für die Ableitung der Elektroenergie ab Lubmin und Energie gespart, weil die Verluste von bis zu 25 Prozent bei der Leitung nicht auftreten. Das spart im Umkehrschluss Kohlendioxid. Zweiter Effekt: Werden Gase, also hier die Druckluft, entspannt, dann kühlen sie sich ab. „Das könnte zur Kühlung des durch die Abwärme der Kraftwerke aufgeheizten Boddens genutzt werden“, erläutert er. „Die umgekehrt bei der Erzeugung der Druckluft entstehende Wärme könnte in den Stadtwerken zu Heizwecken verwendet werden, das könnte außerdem für die Verbraucher eine Preisersparnis ergeben.“

Die Zukunft der Energiegewinnung in unserer Region: Virtuelle Kraftwerke

Die Region um Cuxhaven ist ähnlich geprägt wie die Region um Greifswald. Eine sehr große Anzahl von Windkraftanlagen steht einer sehr geringen Versorgungsdichte auf Grund der niedrigen Bevölkerung gegenüber.

Durch den stetigen Ausbau von Windkraftanlagen, wird das Stromnetz zunehmend in unserer Region unruhiger. Insgesamt wird immer mehr positive sowie negative Regelleistung zur Stabilisierung des Regionalennetzes benötigt. Eine mögliche zur Lösung dieses Problem sind „Virtuelle Kraftwerke“.

Beim Aufbau eines „Virtuellen Kraftwerk“ werden ähnlich wie in Berlin viele kleine mini-BKHW als Stromerzeuger und Wärmeerzeuger, sowie Wärmepumpen über eine Leistelle flexibel vernetzt und zentral gesteuert. Der Trick dabei liegt in der Möglichkeit, die große Leistungsschwankungen von Windkraftanlagen durch die Zuschaltung von Wärmepumpen abzufangen. „Weht der Wind, lädt die Wärmepumpe während dieser Zeit den Puffer. Dieses erlaubt durch die Bereitstellung von negative Regelleistung die Stabilisierung des Netzes. Kann das Netz die benötigte Leistung nicht liefern, werden die Wärmepumpen einfach abgeschaltet und die Mini-BHKW zur Stromerzeugung und Wärmeerzeugung zugeschaltet.

Somit gleichen Virtuelle Kraftwerke Schwankungen im Netz aus und helfen dabei, CO2 freien Windstrom besser in das Netz zu integrieren. Insbesondere Wärmepumpen lassen sich in Zeiten, in denen viel Windstrom in das Netz gespeist wird, sehr ökonomisch betreiben.

P.S. Neben Wärmepumpen könnten auch Kompressoren zur  Erzeugung von Druckluft zugeschaltet werden.